Belly Boot: Test & Vergleich 09/2021

Das Belly Boot, auf Englisch auch Float tube oder Belly-Boat genannt, ist tatsächlich kein richtiges Boot, sondern eher eine praktische Schwimmhilfe. Der Angler ist entweder von einem teilweise oder komplett geschlossenen Schlauch umrahmt. Dabei sitzt er in einer speziellen Haltevorrichtung und befindet sich abwärts der Hüfte im Wasser. Daher stammt höchstwahrscheinlich auch die häufig verwendete Bezeichnung "Bauchboot". Dieses lässt sich mithilfe eines Motors oder durch Paddelbewegungen lenken und bewegen.

Im Vergleich mit klassischen Schlauchbooten hat das Belly Boot einige Vorteile. Es kann im Wasser wesentlich leichter und schneller bewegt werden. Des Weiteren ist es deutlich kleiner und lässt sich somit auch einfacher transportieren. Die Fische nehmen das Boot zudem nicht als Fremdkörper wahr, wodurch sie sich dicht an den Angler herantrauen.

Die 5 besten Belly Boote

Belly Boote - welche Arten gibt es?

Ein klassisches Belly Boot hat eine O-Form. Die Sitzposition ist bei der Ausführung relativ tief, sodass die Gefahr vor Umkippen geringer ausfällt als bei anderen Modellen. Dafür muss der Fischer jedoch mehr darauf achten, dass er sein Körper nicht unterkühlt. Das Standardmodell ist mit den Jahren zu einem Bauchboot mit U-Form weiterentwickelt worden – der Einstieg durch diese gelingt deutlich besser.

Der Körperschwerpunkt ist auch bei diesem Angelboot unter Wasser. Die jüngste Weiterentwicklung hat hingegen eine V-Form. Von den oben erwähnten Ausführungen unterscheidet sie sich insbesondere dadurch, dass sich der Sitzbereich über dem Wasser befindet. Somit sinkt die Gefahr vor Unterkühlung und der Angler kann von einer höheren Wurfposition profitieren.

Wo und wie kommt ein Belly Boot zum Einsatz?

Das Belly Boot eignet sich unter anderem optimal für das Fliegenfischen und das Spinnfischen . Es kommt überall zum Einsatz, wo das Angeln erlaubt ist: in Küstengebieten, Seen, Flüssen, freigegebenen Teichen etc. Auf dem offenen Meer sollte man es aber lieber nicht verwenden. Denn durch hohe Wellen und starke Strömungen kann der Fischer in Lebensgefahr geraten. Das Belly Boot eignet sich dementsprechend nur zum Fischen in ruhigen Gewässern.

Wie erfolgt der Einstieg?

Das Einsteigen in ein Belly Boot ist mit etwas Übung schnell gemeistert. Hierfür wählt man am besten ein flaches Ufer. Zunächst wird das Boot in ein etwa 50 cm tiefes Wasser gelegt. Der Abstandshalter und der Tisch sollten hierbei noch abmontiert sein, da sie den Einstieg ansonsten erschweren würden.

Der Angler läuft rückwärts auf das Wasser und somit auch auf das Belly Boot zu. Sobald er das Boot erreicht hat, baut er den Abstandshalter wieder ein. Einige Bauchboote sind ebenfalls mit einem Gurt ausgestattet, den man zwischen den Beinen anbringt. Er verbindet die Ablage mit dem Abstandshalter und ist durchaus praktisch.

Angeln mit Belly Boot – die notwendige Ausrüstung?

Beim Angeln mit einem Bauchboot spielt die Bekleidung eine extrem wichtige Rolle. Idealerweise trägt der Fischer eine Wathose, die seine Beine unter Wasser trocken und warm hält. Die Hose besteht aus speziellen atmungsaktiven Stoffen und Neopren. Sie schützt den Angler ideal vor Kälte, lässt ihn im Sommer jedoch schnell schwitzen. Deswegen sollte er in den warmen Monaten lieber eine Hose aus atmungsaktiven Stoffen tragen.

Den Oberkörper muss der Angler ebenfalls unbedingt gegen Nässe und Kälte schützen. Hierfür kann eine Wind- und Wasser Jacke tragen. Ein Kescher, ein Maßband und ein Hakenlöser müssen ebenfalls mit an Bord sein. Sollte plötzlich starker Wind aufkommen, dann ist auch ein kleiner Anker sinnvoll, um die aktuelle Position zu halten. Darüber hinaus lässt sich die Tiefe mit dem Anker ausloten und somit die optimale Stelle zum Angeln finden.

Um das Belly Boot aufzupumpen, ist eine Pumpe für Autoreifen notwendig, da die meisten Ausführungen mit Autoventilen ausgestattet sind.

Flossen als Zusatz

Zur Bekleidung gehören auch passende Flossen, die über die Füßlinge der Wathose beziehungsweise die Watschuhe gezogen werden. Je nach Gewässergröße und Strömungsstärke sollte man die entsprechende Größe wählen. Mit größeren Flossen kommt der Fischer auch bei Gegenwind schnell voran, wird jedoch auch schnell müde. Mit kleinen Flossen ist er zwar wendiger, aber auch ein wenig langsamer.

Trillerpfeife für Notsituationen

Eine Trillerpfeife am Bord ist ebenfalls ratsam, um in einer eventuellen Notsituation Hilfe rufen zu können. Sie ist klein und leicht und lässt sich beispielsweise problemlos in einer Jackentasche verstauen. Das Gadget ist sehr hilfreich, da es auf einem abgelegenen Gewässer oftmals kein Handysignal gibt.

Sicherheit auf dem Belly Boot – auf was muss man besonders achten?

Wenn sich der Angler mit einem Belly Boot in ein Gewässer begibt, sollte er unbedingt an die Sicherheit denken. Er muss selbstverständlich jedes Mal eine Rettungsweste tragen. Angst vor dem Kentern muss er jedoch nicht haben, da die Luftkammern und der sehr tiefe Schwerpunkt das Boot beinahe unsinkbar machen.

Insbesondere die Luftkammern spielen eine essenzielle Rolle: Je mehr Luftkammern am Belly Boot vorhanden sind, desto sicherer ist es. Fällt eine Luftkammer aus, müssen genügend weitere Kammern vorhanden sein, um zu verhindern, dass das Boot sinkt. Mit mindestens zwei Luftkammern sollte das Boot ausgestattet sein, um den Angler bei einer möglichen Beschädigung noch lange über Wasser zu halten, bis er das Ufer erreicht.