Klettergurt: Test & Vergleich 07/2021

Klettern ist eine ganz besonders herausfordernde Sportart. Wer sich mit dem Klettersport beschäftigt, wird sich auch mit dem Thema Sicherheit befassen müssen. Sowohl für das Klettern in der Halle als auch im Freigelände ist ein Klettergurt eine unabdingbare Voraussetzung. Es gibt jedoch eine Reihe verschiedener Klettergurte. Diese unterscheiden sich nach dem ausgeübten Klettersport und nach der jeweiligen Passform. Hier erfahren Sie, welche Klettergurte es gibt und wie Sie den für Ihre Bedürfnisse passenden Klettergurt finden können.

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Wie funktioniert ein Klettergurt?

Prinzipiell unterscheidet man drei Arten von Klettergurten. Den Hüftgurt, den Brustgurt und den Komplettgurt. Für die meisten Klettersportarten wird ein Hüftgurt verwendet. Der Klettergurt wird bei vielen Bergsportarten oder beim Klettern in der Halle getragen und soll bei einem Absturz den Körper möglichst weich auffangen. Dieser Gurt bildet das Verbindungsstück zwischen dem Körper und dem Kletterseil. Der Klettergurt besteht immer aus einem sehr stabilen und belastbaren Material in Form eines Bandes.

Dieses Bandmaterial muss hohen Belastungen standhalten und auch die Nähte müssen reißfest sein. Der Klettergurt verteilt die Belastung dabei auf den gesamten Körper, ohne dabei die Blutzirkulation wesentlich zu beeinträchtigen. Zahlreiche Schlaufen werden beim Klettergurt um die Mitte des Körpers sowie um Arme und Beine gelegt. Einen Klettergurt nur an der Körpermitte zu befestigen, kann lebensgefährlich sein.

Die einzelnen Schlaufen lassen sich verstellen und können somit an den Körper angepasst werden. Der Klettergurt ist zudem mit Anseilpunkten versehen, in die das Seil eingefädelt wird. Darüber hinaus besteht der Gurt auch aus mehreren Materialschlaufen, die dazu dienen, um Gegenstände wie Karabiner oder Werkzeuge einzuhängen.

Der Aufbau eines Klettergurts

Für die meisten Klettersportarten verwendet man einen Hüftgurt. Dieser kann unter Umständen mit einem Brustgurt ergänzt werden. Ein Komplettgurt besteht bereits aus den Elementen eines Hüftgurts und eines Brustgurts. In der Regel bestehen Klettergurte aus folgenden Elementen:

Der Hüftgurt

Der Hüftgurt hat in den meisten Fällen eine gute Polsterung. Vor allem Klettergurte für Anfänger sind mit dicken Polsterungen ausgestattet. Allerdings erhöhen diese auch das Gewicht des Gurts.

Die Hüftschnalle

Mit der Hüftschnalle kann der Gurt individuell an den Körper angepasst werden. Viele Klettergurte sind mit einer einzigen Hüftschnalle ausgestattet, manche Modelle verfügen jedoch über zwei Hüftschnallen.

Die Materialschlaufen

Vor allem Klettergurte für Alpinisten verfügen über mehrere solcher Schlaufen. Diese befinden sich an der Seite des Gurts und ermöglichen das Einhängen von Karabinern oder anderen Steighilfen.

Die Sicherungsschlaufe

Diese dient dazu, um den Karabiner mitsamt Sicherungselementen einzuhängen. Sicherungsschlaufen sollten so konstruiert sein, dass eine Karabinerrotation kaum möglich ist.

Die Einbindeschlaufen

Diese dient dem Einbinden des Seils. Dabei fädelt man das Seil durch die Einbindeschlaufen und verknotet es dementsprechend.

Die elastischen Bänder

Diese Bänder verbinden den Hüftgurt mit den Beingurten. Damit kann der optimale Sitz des Klettergurtes gewährleistet werden.

Die Beinschlaufen

Die Beinschlaufen sind meist gepolstert. Bei manchen Modellen können die Beinschlaufen auch extra eingestellt werden, sodass eine bessere Passform gewährleistet wird.

Die Nachziehschlaufe

Mit dieser Schlaufe können schwerere Lasten nachgezogen werden. Sie wird hauptsächlich beim Mehrseilklettern oder beim Klettern in hochalpinem Gelände verwendet.

Welche Arten von Klettergurten sind üblich?

Es gibt drei verschiedene Arten von Klettergurten. Dazu gehören:

  • Der Hüftgurt
  • Der Brustgurt
  • Der Kombigurt oder Komplettgurt

Der Hüftgurt

Der Hüftgurt ist die am häufigsten verwendete Form des Klettergurts. Er wird beim Sportklettern, beim Alpinklettern und bei Hochgebirgstouren verwendet. Daneben kann man ihn auch für das Eisklettern benutzen. Er wird an der Hüfte sowie an den Beinen angebracht und gewährleistet dadurch einen gute Bewegungsfreiheit. Diese Klettergurte müssen die Anforderungen nach den sogenannten EN und UIAA erfüllen.

Der Hüftgurt eignet sich jedoch nicht, um damit schwere Lasten zu tragen. Die Materialschlaufen sind nur für das Tragen von Karabinern oder Trinkflaschen vorgesehen. Außerdem trägt der Hüftgurt nicht zur Stabilisierung des Körpers bei, sodass man leicht kippen kann.

Der Brustgurt

Brustgurte verwendet man in erster Linie als Ergänzung zum Hüftgurt. Ein Brustgurt ist notwendig, wenn beim Klettern schwere Lasten transportiert werden. Der Brustgurt wird dabei mit einer Bandschlinge mit dem Hüftgurt verbunden. Der Brustgurt soll eine Überdrehung des Körpers bei einem Sturz verhindern. Ein Brustgurt alleine dient nicht der Sicherung des Kletterers!

Kombigurt oder Komplettgurt

Diese Gurte bestehen aus einem Hüftgurt und einem Brustgurt, die bereits miteinander verbunden sind. Diese Gurte eignen sich hauptsächlich für Kletterer, die einen besonderen Wert auf Sicherheit beim Klettern legen. Auch beim Alpinklettern, bei dem man meist schwere Rucksäcke mit sich trägt, ist dieser Kombigurt ideal. Allerdings ist ein Komplettgurt sehr viel schwerer als die anderen Gurte.

Welcher Klettergurt eignet sich am besten?

Die Wahl des richtigen Klettergurts hängt vor allem von der ausgeübten Klettersportart ab. Als Alpinkletterer benötigt man andere Klettergurte als Kletterer, die sich vorwiegend in Kletterhallen aufhalten.

Klettergurte für Alpinkletterer

Das Alpinklettern stellt an den Klettergurt die höchsten Ansprüche. Bei Klettergurten für das Alpinklettern spielen in erster Linie das Gewicht und die Größe eine Rolle. Diese Klettergurte sollten möglichst leicht sein, da sie über längere Zeit getragen werden müssen. Zudem sollten sie leicht verstaubar sein und daher über ein geringes Packmaß verfügen. Diese Klettergurte haben meist ein Gewicht zwischen 260 g und 440 g und das Packmaß beschränkt sich auf unter 2,8 Liter.

Zudem muss ein Klettergurt für das Alpinklettern auch über mindestens zwei verstellbare Größen verfügen. Damit kann er leichter an den Körper angepasst werden, um richtig zu sitzen. Alpinklettergurte verfügen auch über eine blockierende Schnalle. Diese verhindert, dass sich der Gurt bei einem Sturz leicht löst und der Körper dadurch aus dem Gleichgewicht kommt. Außerdem haben Klettergurte für das Alpinklettern oder für Hochgebirgstouren zwei Seilwege. Die Gurte liegen dabei eng am Bein an, ohne dass sie die Blutzirkulation stören.

Klettergurte für Indoor- und Sportkletterer

Das Klettern in einer Kletterhalle ist wesentlich einfacher als das traditionelle Klettern am Berg. In der Kletterhalle sind bereits Fixierungen für das Seil angebracht. Die Mitnahme von Kletterwerkzeug ist daher nicht notwendig. Ein Klettergurt für das Indoorklettern oder das Sportklettern sollte bequem am Körper anliegen. Zusätzliche Materialschlaufen wie beim Alpinklettern sind nicht erforderlich. Sportkletterer, welche sich in Wettkämpfen messen, benötigen hauptsächlich leichte und dünne Gurte. Auch hier sind keine Materialschlaufen notwendig.

Der Klettergurt für das Mehrseillängenklettern

Beim Mehrseillängenklettern begibt man sich nacheinander auf zwei verschiedene Klettertouren. Im Gegensatz zum Sportklettern zeichnen sich diese Klettertouren durch ihre Länge aus. Zudem sind die Kletterrouten bereits mit Bohrhaken und Standplätzen versehen. Für diese Klettertouren eignen sich Sportklettergurte, die relativ leicht sind und für viel Bewegungsfreiheit sorgen. Allerdings sollten sie auch komfortabel sein, da man sich über lange Zeit darin bewegen muss. Auch Materialschlaufen sollen dabei vorhanden sein.

Klettergurte für das Eisklettern

Für das Eisklettern und auch für Hochgebirgstouren empfiehlt sich vor allem ein relativ leichter Klettergurt mit einem geringen Packmaß. Bei diesen Klettertouren nimmt man in der Regel viel Gepäck und andere Gerätschaften mit. Für Hochtouren ist ebenfalls ein leichter und gut zu bedienender Klettergurt empfehlenswert. Das An- und Ausziehen des Gurts soll sehr rasch möglich sein. Bei Hochgebirgstouren muss der Gurt auch angelegt werden, wenn man Skischuhe trägt oder Kletterschuhe mit Steigeisen.

Wie viel kosten Klettergurte?

Die Preise für Klettergurte variieren je nach Ausstattung und Material. Klettergurte gibt es zwischen 35 € und 160 €. In der Regel erhält man ab einen Preis von rund 50 € bereits relativ gute Klettergurte. Klettergurte gibt es auch für Kinder und Frauen. Komplettklettergurte sind natürlich etwas teurer als Hüftgurte. Da der Klettergurt ein wichtiges Utensil für die Sicherheit darstellt, sollte man beim Kauf nicht nur auf den Preis achten, sondern vor allem auf die Qualität des Produkts.

Worauf soll man beim Kauf achten?

Es gibt bestimmte Komponenten, auf die man bei Klettergurten das Hauptaugenmerk legen sollte. Zu diesen Faktoren zählen:

  • Das Material und die Verarbeitung
  • Das Handling
  • Die Passform
  • Der Tragekomfort

Material und Verarbeitung

Klettergurte, die über ein tragendes Gurtband verfügen, haben heute meist eine zusätzliche Polsterung. Dadurch wird die Luftzirkulation verbessert und der Tragekomfort ist höher. Bei laminierten Gurtkonstruktionen wird das tragende Gewebe auf die Polster geklebt. Dadurch verringern sich sowohl das Gewicht des Gurts als auch das Packmaß erheblich.

Das Handling

Hier liegt das Augenmerk auf den Verschlüssen und den Bändern des Klettergurts. Darauf ist zu achten, wie leicht die einzelnen Komponenten aufeinander eingestellt werden können. Der Klettergurt sollte sich nicht leicht verdrehen oder verheddern. Ein wichtiges Element ist vor allem die Verschlussschnalle. Die Schnalle muss den Gurt fixieren und sichern. Diese Schnallen sollen leicht zu bedienen sein und verstellbar.

Die Passform

Ein Klettergurt, der ständig in die Weichteile drückt, wird mit der Zeit untragbar. Aus diesem Grund ist die Passform sehr wichtig. Wenn Sie den Klettergurt bereits beim Kauf ausprobieren, können Sie feststellen, ob der Gurt genau passt oder irgendwo drückt.

Der Tragekomfort

Vor allem bei Alpintouren oder beim Klettern im Freigelände müssen Sie den Klettergurt über längere Zeit tragen. Entscheidend ist hier, dass sich das Körpergewicht gleichmäßig auf den Klettergurt und die einzelnen Bänder verteilt. Auch der Sitz der Beinschlaufen ist hier zu beachten.

Klettergurte für Frauen und Kinder

Kinder haben einen anderen Körperbau als Erwachsene. Daher gibt es auch für Kinder und Kleinkinder bereits passende Klettergurte. Der Klettergurt für Kinder ist so gefertigt, dass er relativ leicht zu handhaben ist und von Kindern auch selbstständig angelegt werden kann. Dabei handelt es sich meist um Komplettgurte, die bis zu einem gewissen Maximalgewicht zugelassen sind.

Darüber hinaus gibt es auch Klettergurte für Damen. Diese Klettergurte sind speziell auf den Körper der Frau zugeschnitten. Frauen haben einen anderen Hüftumfang als Männer und auch die Taille ist anders. Die Beinschlaufen sind bei diesen Gurten verstellbar und können auf einen größeren Oberschenkelumfang angepasst werden. Ein Klettergurt für Damen ist für die Hüfte geschwungen und das Hüftband ist kleiner als die Beinschlaufe.

Klettergurte für Anfänger

Wer in den Bergsport und Klettersport erstmals einsteigt, sollte zuerst auf einen Allround-Gurt zurückgreifen. Dieser kann bei mehreren Kletterarten verwendet werden. Anfänger haben sich meist noch nicht für eine konkrete Kletterart entschieden. In weiterer Folge kann man einen dem Klettersport entsprechenden Klettergurt wählen. Wer auf einem Klettersteig sein Können ausprobieren will, ist bereits mit einem einfachen Klettergurt relativ gut ausgestattet.

Wie wird der Klettergurt angelegt?

Das richtige Anlegen eines Klettergurts erfordert in den meisten Fällen etwas Übung. Für die Verwendung des Klettergurts gibt es einige Punkte, die zu beachten sind.

Die passende Größe wählen

Wichtig beim Klettergurt ist die Wahl der richtigen Größe. Auch Klettergurte gibt es in verschiedenen Größen. Die Größenklassen reichen ähnlich wie bei Kleidungsstücken von S bis XL. Dazu sind meistens noch die Taillenumfänge angegeben.

Das Anlegen des Hüftgurts

Der Hüftgurt wird so angelegt, dass er über den Hüftknochen sitzt. Er darf dabei nicht nach unten gleiten und muss eng getragen werden. Dennoch soll er das Atmen nicht beeinträchtigen und auch nicht die Bewegungsfreiheit.

Der Ring und die Schlaufen

Der Sicherungsring befindet sich mittig am Körper und die Materialschlaufen seitlich.

Das Anlegen der Beinschlaufen

Die Beinschlaufen werden unterhalb der Beckenknochen am Oberschenkel angebracht. Diese Schlaufen sollen jedoch nicht zu eng anliegen, um die Bewegung der Beine nicht einzuschränken.

Pflege des Klettergurts

Ein Klettergurt ist stets mechanischen Belastungen ausgesetzt. Auch Sonne und Regen setzen ihm zu. Die Lagerung des Klettergurts soll in trockenen, sauberen und dunklen Plätzen erfolgen. Ein Klettergurt ist gut 5 Jahre lang verwendbar. Die tatsächliche Lebensdauer hängt allerdings von der Häufigkeit seiner Verwendung ab. Auf jeden Fall sollte man den Klettergurt nach jeder Verwendung eingehend auf Schäden und Verschleißerscheinungen kontrollieren.

Defekte Klettergurte können lebensgefährlich sein. Die Kontrolle sollte vor allem an den Beinschlaufen und an den Anseilpunkten erfolgen. Außerdem ist eine Begutachtung der neuralgischen Stellen am Klettergurt sinnvoll. Zu diesen zählen die Verbindungsnähte, die Schnallen sowie die Scheuerstellen. Sollten deutliche Verschleißerscheinungen sichtbar sein, sollte man den Gurt austauschen.

Die wichtigsten Arten des Klettersports

Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Formen des Kletterns. Anfänger tun sich damit etwas schwer, diese auseinanderzuhalten. Kletterer unterscheiden zwischen dem sogenannten Freiklettern, bei dem Klettergurte hauptsächlich als Sicherungsmittel verwendet werden, und dem technischen Klettern. Hier zieht sich der Athlet mithilfe bestimmter Kletterhilfen hoch. Beim Clean-Tech-Klettern verwendet man anstatt der üblichen Haken umweltfreundliche Klemmhakten, die Friends genannt werden. Zudem gibt es die Unterscheidung zwischen verschiedenen Kletterdisziplinen. Dazu gehören:

Sportklettern

Sportklettern findet auf kurzen Routen statt und die Seillänge beträgt hier meist zwischen 20 m und 30 m. Die Sicherung erfolgt über Bohrhaken oder Bolts, die im Fels angebracht sind. Beim Sportklettern benötigt man neben dem Klettergurt auch Sicherungsgeräte und Express-Sets.

Alpinklettern

Dabei ist die Erreichung eines bestimmten Gipfels das Ziel und nicht die Geschwindigkeit wie beim Sportklettern. Hier werden vor allem Mehrseillängen verwendet sowie zusätzliche Ausrüstungsgegenstände.

Trad-Klettern

Darunter versteht man das traditionelle Klettern im Freigelände. Hier muss der Kletterer die Seilfixierungen im Fels selbst vornehmen. Das geschieht mithilfe sogenannter Friends oder Cams. Ein zweier Kletterer fungiert als Vorsteiger und sichert den Standplatz.

Plaisir Klettern

Plaisier ist der französische Ausdruck für Freude. Dieses Genussklettern erfolgt in erster Linie in gut gesichertem Gelände. Auch hier wird eine ähnliche Ausrüstung wie beim Alpinklettern verwendet.

Bigwall Klettern

Hier begibt sich der Bergsteiger auf steile und sehr hohe Felswände. Diese Big Walls findet man hauptsächlich im Yosemite Park in den USA oder in Patagonien. Diese Klettertouren dauern mehrere Tage und es wird im Freien übernachtet.

Bouldern

Bei dieser Klettersportart benötigt man keine spezielle Ausrüstung. Da Bouldern findet an niedrigen Felswänden statt und eine Bodenmatte fängt die Stürze auf.

Klettersteige

Klettersteige sind eigene Wanderwege in den Bergen, die bereits mit technischen Hilfsmitteln wie Leitern oder Seilen gesichert sind. Dafür benötigt man lediglich einen leichten Klettergurt.

Eisklettern

Eiskletterer bezwingen im Winter vor allem gefrorene Wasserfälle. Diese Sportart wird von erfahrenen Kletterern betrieben, die eine besondere Herausforderung suchen. Dafür ist eine umfangreichere Ausrüstung notwendig.

Häufige Fragen zum Klettergurt

Im Anschluss sind einige Fragen und Antworten zu finden, die sich mit dem Thema befassen.

Was ist ein Sitzgurt?

Ein Sitzgurt ermöglicht das länger Sitzen nach einem Sturz oder in einer Felswand. Klettergurte sind meistens auch Sitzgurte. Diese dienen auch als Auffangsicherung.

Wie prüfe ich den Sitz des Klettergurts?

Der Gurt sollte in jedem Fall eng anliegen, ohne dabei zu drücken. Die Schlaufen dürfen sich nicht verdrehen. Bei den Beinschlaufen sollte etwas Luft zwischen den Oberschenkeln und den Schlaufen liegen.

Welche Klettergurte gib es für das Hallenklettern?

Für das Hallenklettern reicht ein relativ leichter Klettergurt aus. An den Schlaufen werden höchstens ein Chalk-Bag oder eine Bürste befestigt.

Wie wird ein Seil am Gurt befestigt?

Dafür gibt es die Einbindeschlaufen. Das Seil wird mithilfe eines Achterknotens oder eines doppelten Bulins befestigt.

Was ist der Anstieg bei Klettergurten?

Unter der Bezeichnung Anstieg oder Rise versteht man den Abstand zwischen den Beinschlaufen und dem Hüftgurt. Ist der Rise zu lang, tragend die Hüften das meiste Gewicht beim Sturz, was sehr schmerzhaft sein kann. Ist der Anstieg zu kurz, wird der Kletterer beim Sturz stark zurückgeworfen.

Fazit

Klettergurte dienen in erster Linie zur Sicherung des Kletterers. Diese Gurte soll man jedoch bequem am Körper tragen. Daher ist auf die richtige Passform zu achten. Da es Klettergurte in verschiedenen Varianten gibt, ist die Wahl des passenden Klettergurts vor allem von der ausgeübten Klettersportart abhängig. Als Anfänger sollten Sie einen leichten Klettergurt verwenden. Haben Sie sich für eine bestimmte Klettersportart entschieden, können Sie den dafür geeignetsten Gurt kaufen.