Schlafsack Test 12/2021 – Die besten Modelle im Vergleich

Mit Minusgrade im Wald oder am Strand übernachten. So kalt muss es nicht unbedingt werden aber für das Zelten in der freien Natur muss ein Schlafsack her. Er hält nicht nur warm, sondern sorgt für einen wohligen Schlaf. Dabei gibt es aber unterschiedliche Aspekte zu beachten und der blinde Kauf ist nicht zielführend.

Im Folgenden schauen wir uns die diversen Eigenschaften an, die ein Schlafsack haben kann. So mehren Sie Ihr Wissen um den für Sie richtigen Schlafsack auswählen und einen Fehlkauf aus dem Weg zu gehen. Dabei gehen wir auf die diversen Attribute wie Gewicht, Material, Größe und Anwendungszweck ein und für welchen Temperaturunterschied welcher Schlafsack am besten geeignet ist.

Die 5 beliebtesten Schlafsäcke

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Wozu einen Schlafsack?

Ein Schlafsack ist in erster Linie zum Schlafen genutzt. Soweit sollten Sie an dieser Stelle nicht überrascht sein. Aber die er hat noch viele weitere Funktionen. So muss ein Schlafsack auch zusätzlich bequem sein, um einen möglichst erholsamen Schlaf zu gewährleisten.

Viel wichtiger als alle bisher genannten Eigenschaften ist aber der Temperaturausgleich. Der Sack muss in der Lage sein, die Körpertemperatur auf einen hohen Level zu halten, egal wie kalt die Außentemperatur ist. Natürlich muss auch der Komfort um den Sack herum stimmen, wie die einfache Bedienung oder Lagerung. Sie sehen, es gibt viel zu beachten.

Für wen ist ein Schlafsack geeignet?

Ein Schlafsack ist eine Pflichtanschaffung für jeden Camper, der keine warmhaltende Bettwäsche in seinem Wagen zur Verfügung hat. Auch Leute, die keine Heizung nutzen können, um das Schlafgemach zu beheizen, sollten auf einen Sack zum Schlafen zurückgreifen.

Außerdem sind Leute, die zelten gehen wollen gut beraten sich mit einem professionellen Sack vor der Kälte zu schützen. Zudem sollten auch die Übernachtungsgäste die als primäre Wärmequelle eine Heizung nutzen einen Schlafsack als Notfalllösung parat haben. Sollten mitten in der Nacht diese ausfallen, so ist das heizen mit einem Verbrennermotor eine echte Gefahr für die Gesundheit.

Funktionsweise der unterschiedlichen Schlafsäcke

Die meisten Schlafsäcke lassen sich per Reißverschluss öffnen und schließen. Dabei ist es unterschiedlich, ob dieser um den gesamten Stoff herumreicht oder nur eine Seite zu öffnen ist.

Etwas seltener sind Klettverschlüsse zu finden, deren Öffnung die Mitreisenden gerne mal wecken tut. Dieser hat im Prinzip denselben Effekt hat wie ein Reißverschluss. Allerdings hat ein Verschluss mit Klett den Nachteil, dass dieser nicht unbedingt winddicht hält. Ein Problem was ein Reißverschluss nicht hat und damit einen minimalen Vorteil gegenüber der alternativen Verschlusslösung bietet.

Gewicht und worauf man achten sollte

Man mag es kaum glauben, aber Schlafsäcke haben einen deutlichen Gewichtsunterschied zueinander zu verzeichnen. Das liegt einerseits an der Füllung, sowie an dem verwendeten Material, da dieses auch indirekt das Gewicht beeinflusst. So lässt sich festhalten, dass ein Outdoor-Sack eher schwerer ist als einer, der exklusiv Indoor zur Nutzung freigeben ist.

Aber auch die generelle Verarbeitung und die Größe machen aus, wie viel Gewicht der Sack am Ende hat. Dies hat letztendlich auch Auswirkungen auf den Transport. Stellen Sie sich vor Sie sind Wandern und wollen später Ihr Lager aufschlagen. Sollte da der Stoff besonders schwer sein und Ihr Gesamtgepäck so belasten?

Material des Außengewebes

Die Außenhaut eines Schlafsacks besteht in der Regel aus Polyester. Dieser Faserkunststoff hat den Vorteil, dass es wasserabweisend ist und eine minimale Luftzirkulation zulässt. Bei einem wasserdichten Material gebe es die Gefahr eines Hitzestaus innerhalb des Materials. Dies würde sich negativ auf die Gesundheit auswirken.

Außerdem ist Polyester enorm stabil und langlebig und gewährt so eine lange Nutzungsdauer. Dies ist nicht irrelevant, da das Material unter Umstände enormen Belastungen ausgesetzt sein kann und Beschädigungen keinen wärmenden Effekt mehr zulassen würden. Allerdings kommt es auch auf die inneren Werte an. Zu diesem kommen wir im Folgenden.

Die Füllung orientiert sich am Einsatz

Das Innenleben ist das wichtigste an einem guten Schlafsack und der Hersteller wählt diese je nach Einsatzgebiet unterschiedlich gewählt. Manchmal nutzen Sommerschlafsäcke oder welche, die ausschließlich Indoor im Einsatz sind, keine Füllung. Ein Outdoor-Sack ist nur mit der entsprechenden Füllung in der Lage, die Temperatur des Nutzers korrekt zu halten,

Dafür greifen die meisten Säcke auf Kunstfaser oder Daunen zurück.

Gerade Dauen sind hervorragend geeignet, um schnell die Temperatur anzupassen und ist zeitgleich erstaunlich dünn zu verarbeiten. Hohlfaser-Futter ist ähnlich dick, aber nicht ganz so effektiv, dafür wiederum günstiger.

Indoor

Schlafsäcke die primär für den Indoor-Bereich gedacht sind, haben einen eher leichten Eindruck und bestehen nicht selten aus Mikrofaser. Dieses bequeme und atmungsaktive Material hat keinerlei wasserabweisende Wirkung. Dies ist auch innerhalb eines beheizten Raumes nicht notwendig, es sei denn ein Wasserrohrbruch ereignet sich. Vor diesem kann Sie aber selbst Polyester nicht schützen..

Schlafsäcke dieser Art sind gut geeignet und besonders viele Schlafgäste zu versorgen, wenn nicht genug Bettbezug oder Decken vorhanden sind. Auch werden diese Art von Schlafsack für den Einsatz in Herbergen, Ferienhütten oder Hostels eingesetzt. Immer da, wo die hygienischen Umstände nicht ideal sind.

Outdoor

Mehr Ansprüche sind an ein Outdoor-Schlafsack zu richten. Hier ist es wichtig, genau zu eruieren, wo dessen Einsatzgebiet ist. Wir kommen später zu den Temperaturbereichen dem ein solcher Sack standhalten muss. Eine gute Qualität steht hier an erster Stelle. Kann der Schlafsack seiner Aufgabe nicht standhalten, dann steht in der Regel keine Alternative zur Verfügung.

Daher sind Outdoor-Schlafsäcke auch nach Kategorien geordnet. Diese sind im groben den einzelnen Jahreszeitenabschnitten zugeordnet. So können Sie klar trennen, welcher Sack für den Sommer und welcher für einen knackigen Winter gedacht ist. Allerdings gibt es hier noch Unterkategorien, die sich vor allen die zu erwartenden Außentemperaturen richtet.

Schlafsackarten und ihre Vor- und Nachteile

Egal ob Out- oder Indoor. Schlafsäcke haben unterscheiden sich ebenso in Ihrer Art. Der häufigste ist der Mumienschlafsack. Wie der Name es schon verrät ummantelt er den Körper wie eine Mumie von Bandagen umhüllt ist. Dabei ist auch der Kopf am oberen Ende und seitlich geschützt.

Im Kontrast dazu ist ein Deckenschlafsack eher dem typischen Bett ähnlicher. Hier steht nicht der eingewickelte Körper im Mittelpunkt, sondern der obere Teil des Sacks lässt sich wie eine Bettdecke zuschlagen. So hat man mehr Beinfreiheit und kann sich auch besser drehen. Diese Art findet sich vorrangig bei Indoor-Schlafsäcken oder sommerlichen Editionen, da hier die Temperaturegelung weniger stark im Fokus steht.

Auf die Größe kommt es doch an

Besonders bei Mumienschlafsäcken ist die Größe wichtig. Da jeder freie Luftraum sonst den Temperaturausgleich behindert und es länger dauert, bis die erforderliche Wärmeatmosphäre stabil steht.

Wenn der Sack allerdings zu klein ist, so ist dieser sehr unbequem. So kann der Schlafsack den Nutzer nicht mehr ausreichend wärmen. Gerade bei großen Menschen kann dies ein echten Problem sein. Die meisten Schlafsäcke reichen von 1,90 Meter bis zu 2,30 Meter. Es empfiehlt sich einmal zur Probe einen kurzen Einstieg zu wagen um hier auf Nummer sicher zu gehen.

Temperaturbereiche definieren den Anwendungszweck

Jeder Outdoor-Schlafsack hat eine Temperaturempfehlung in der Beschreibung. Diese besagt, bei welchen Außentemperaturen der Sack dienlich ist und bei welchen nicht. Achten Sie daher auf die genaue Grad-Zahl. Natürlich hat jeder ein anderes Wärmeempfinden. Aber er angegebene Temperaturbereich gibt einen sehr detaillierten Einblick darin, in welchen Breitengraden der Sack genutzt werden kann.

Wenn also angeben ist, dass der Sack bei ca. 5-15 Grad seine Stärken ausspielen kann, dann sollte dieser nicht bei Minustemperaturen zum Einsatz kommen. Wenn aber nun die Temperaturen über 20 Grad liegen, dann kann die Nutzung dieses Schlafsackes ebenfalls sehr unangenehm werden.

Lagerung

Da Sie nun nicht 365 Tage im Jahr im Außenbereich nächtigen, so ist die richtige Lagerung des Schlafsacks von hoher Bedeutung. Es versteht sich von selbst, dass Sie den Sack nach einer längeren Tour waschen und trocknen lassen. Aber auch die dauerhafte Lagerung sollte trocken erfolgen. Haben Sie also einen feuchten Keller, dann ist eine Lagerung auf dem Dachboden oder in einem Schrank besser geeignet.

Auch eine Lagerung im Schuppen kann suboptimal sein, da dieser eine trockene Lagerung nicht gewährleistet. Dadurch können im schlechtesten Fall auch Mäuse oder Motten Beschädigungen am Schlafsack hervorrufen.

Vorteile

Welche Vorteile bietet nun ein Schlafsack? Bei richtiger Anwendung und Vorbereitung kann er den Schlaf sehr angenehm gestalten. Dadurch ist er in der Lage, die Nacht so zu gestalten, dass Sie den nächsten Tag ausgeruht beginnen. So beginnen Sie die nächste Etappe Ihrer Wanderung mit mehr Kraft.

Natürlich ist dieser auch pflegeleichter als eine klassische Decke. Auch der benötigte Platz um den Sack unterzubringen ist in der Regel auch weniger als bei einer kompletten Bettmontur. Zudem sind Schlafsäcke nicht zwangsläufig teuer. Dazu, und zu den Nachteilen, kommen wir aber im Folgenden.

Nachteile

Ein Schlafsack muss nicht zwangsläufig immer geeignet sein. So ist seine Anschaffung als Notfall-Utensil möglicherweise umsonst, wenn Ihre Heizung in Ihrem Camper stets sauber und gut funktioniert. Auch wenn Sie in besonders unterschiedlichen Breitengraden Urlaub machen sind Schlafsäcke nicht immer geeignet. Sonst müssten Sie im Idealfall immer einen dabeihaben, der genau für die dort vorhandenen Temperaturen geeignet ist.

Sicherlich ist auch die Bequemlichkeit ein Nachteil, wobei dies eine subjektive Einschätzung ist. Es gibt Menschen, die können hervorragend in einem Schlafsack schlafen. Andere wiederum bekommen kein Auge zu, trotz mehrerer Versuche und unterschiedlicher Arten von Säcken.

Finanzieller Aufwand für einen Schlafsack

Ein Schlafsack ist trotz seiner klaren Mehrwerte nicht teuer. Die besonders günstigen Modelle gehen bereits ab 20 Euro los und sind im Sommereinsatz oder Indoor auch sicherlich eine gute Wahl. Wer zelten gehen möchte sollte aber dringend ein paar Euro mehr ausgeben und kann dann knapp 50 Euro ausgeben. Selbstverständlich gibt es auch Schlafsäcke für Extremsituationen. Diese kosten weit über 300 Euro, aber für den Otto-Normal-Verbraucher sind 50 Euro die preisliche Leitlinie.

Diese Kosten erhöhen sich maximal durch potenzielle Versandkosten, das war es dann aber auch schon. Ein Behältnis für den Sack an sich liegt diesem in nahezu jeden Fall mit bei.

Zwischenfazit

Der Einsatz eines Schlafsacks ist vielseitig und kostengünstig. Diese Eigenschaften qualifizieren Ihn für die Ausrüstung eines jeden Campers, egal ob im Zelt oder Campingwagen. Erst wenn Sie Ihre gesamte Familie ausstatten möchten kann es preislich schon ins Geld gehen. Dafür aber erhält man eine gute Möglichkeit, die Nächte angenehm und erholsam zu gestalten. Welche Alternativen es gibt und worauf Sie beim Kauf noch achten müssen, das erfahren Sie im Folgenden. Dabei gehen wir auch auf die Frage ein, was bei einem gebrauchten Schlafsack zu beachten ist. Außerdem kommen wir darauf zu sprechen, welche Probleme hier auftauchen könnten.

Alternativen zum Schlafsack

Wenn Sie sich nicht für einen Schlafsack erwärmen können, so stehen Ihnen natürlich weitere Optionen zur Verfügung. Hier sei besonders die klassische Bettdecke erwähnt. Eine gute Daunendecke hält Sie ebenfalls optimal warm, kann aber im Laufe des Schlafes verrücken und so einzelne Körperpartien freilegen.

Ebenfalls optional möglich ist eine Heizung. Diese kann entweder per Öl betrieben werden, von einem Generator durch einen Stromanschluss. Wenn Sie in einem Auto übernachten dürfen Sie aber auf garkeinen Fall den Motor laufen lassen. Wenn Sie die Heizung in Betrieb nehmen, droht durch die Abgase der Erstickungstod. Anders sieht es hier bei einem elektrisch betriebenen Wagen aus. Dieser kann die Heizung bei vollen Akkus ohne Probleme die ganze Nacht aktiv halten.

Online kaufen

Wenn Sie einen Schlafsack online erwerben möchten, achten Sie insbesondere auf die Kundenbewertungen. Hände weg von Produkten, die wenige Bewertungen oder besonders viele, dafür aber schlechte haben.

Wenn Sie einen potenziellen Sack gefunden haben, durchsuchen Sie die Rezensionen nach Bewertungen von Nutzern. Suchen Sie nach Einträgen, die einen ähnlichen Anwendungszweck wie Sie verfolgen. Gleichen Sie an dieser Stelle ab, ob das gewählte Produkte in die engere Kaufauswahl rücken sollte oder eben nicht.

Beachten Sie die Lieferzeiten, wenn Sie binnen weniger Tage oder Wochen Ihren nächsten Trip starten wollen. Die Verfügbarkeit des Schlafsacks sollte kurzfristiger erfolgen als der Start ins nächste Abenteuer.

Offline kaufen

Ein Kauf im klassischen Ladengeschäft ist praktisch, erlaubt es Ihnen aber in der Regel nicht die Säcke anzuprobieren. Fragen Sie hier gerne aktiv nach, aber die meisten Shops verneinen diesen Wunsch.

Trotzdem können Sie sich hier fachmännische Meinungen einholen.

Gerade in spezialisierten Fachgeschäften hat das Verkaufspersonal meist persönliche Erfahrungen und kann Ihnen hiervon berichten. Die Nutzung eines Schlafsacks bleibt dennoch ein subjektives Erlebnis. Beim Kauf im Einzelhandel haben Sie, im Gegensatz zum Onlinekauf, kein Widerrufsrecht. Wenn der Händler hier keine Kulanz walten lässt, ist der Kauf definitiv final.

Gebraucht kaufen

Online können Sie auf verschiedenen Börsen auch gebrauchte Schlafsäcke erwerben. Dies ist aber nicht zu empfehlen und dafür gibt es mehrere Gründe.

Zum einen ist ein Schlafsack auch ein Hygieneprodukt und die bereits genutzten Säcke anderer Menschen können hier eventuell Zweifel streuen. Außerdem sind die gebrauchten Schlafsäcke selten günstiger als die Neuware in den Shops oder Onlineauftritten. Hier sparen Sie, inkl. Versandkosten, nur minimal Geld.

Ein weiterer Grund ist die fehlende Informationstiefe der Angebote. Selten sind Hersteller und Marke aufgelistet und so kann nur schwer ein Vergleichsangebot zu Rate gezogen werden. Außerdem sind Beschädigungen, mögen Sie noch so klein sein, nicht erkennbar auf den amateurhaften Produktbildern. Daher ist von einem Gebrauchtkauf abzuraten.

Fazit

Es hat sich gezeigt, sich einen Schlafsack zuzulegen für den nächsten Abenteuerurlaub kann sich definitiv lohnen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis passt und die Materialien sind klar beschrieben. Auch für Laien ist durch die Temperaturangabe ersichtlich, für welchen Anwendungszweck der Schlafsack gedacht ist.

Gerade online lassen sich durch die Filterfunktion der Website der Einsatzzweck genauer definieren und so wird die richtige Wahl erleichtert. Ein Onlinekauf ist auch vorrangig anzustreben, da durch das 14tägige Widerrufsrecht ein Umtausch bei Nichtgefallen problemlos möglich ist. Die meistens nicht vorhandene Probesitzung im analogen Einzelhandel macht es schwer diesen zu empfehlen.

Egal wie Sie an Ihren neuen Schlafsack kommen, wichtig ist nicht nur die richtige Produktauswahl. Genauso wichtig ist auch die korrekte Pflege und Lagerhalterung. Denn auch wenn ein Bett bequemer scheinen mag, so ist ein Schlafsack stets ein hervorragendes Backup und gewährt einen gemütlichen Schlaf.