Kletterseil: Test, Vergleich & Empfehlung 03/2021

Bei einem anspruchsvollen Sport wie das Klettern und Bergsteigen besteht die richtige Ausrüstung aus einem Kletterseil und Klettergurt, aus Helm, Sicherheitsgeräten und weiteren Utensilien. Das Kletterseil nimmt dabei die eigentliche Aufgabe des Absicherns als den entscheidenden Teil ein. Es ist wichtig, dass die Qualität und Art des Seils zur Aktivität passt und dass sich der Kletterer verlassen kann, dass der Halt ausreichend geboten ist.
Wir zeigen, welche Kletterseile es gibt, wie sie angewendet werden, was die Qualitätsmerkmale sind und worauf beim Kauf und bei der Handhabung geachtet werden sollte.

Was ist ein Kletterseil?

Das Kletterseil ist, wie der Name schon sagt, ein Seil, das zur Absicherung beim Klettern gedacht ist. Es ist stabil gebaut und erlaubt Ihnen das Abseilen oder das Hängen an der Bergwand und fängt auch so manchen Sturz ab. Es besteht aus einem Mantel und aus einem Kern. Beide machen die eigentliche Funktion aus. Der Kern ist geflochten und sorgt dafür, dass das Kletterseil reißfest ist. Der Mantel um das eigentliche Material herum ist zum Schutz vor Verschmutzung und Verschleiß gedacht und lässt sich in der Länge verschieben.

Kriterien und Norm bei Kletterseilen

Ein Kletterseil hat immer die Aufgabe, Sie bei einem Sturz zu sichern. Dafür prüfen Hersteller verschiedene Voraussetzungen und die Materialbeschaffenheit. Das Kletterseil unterliegt strengen Sicherheitsstandards. Eine wichtige Rolle spielt der Normsturz. Dieser bestimmt im Test vorab, welche Festigkeit Kletterseile haben müssen, wenn ein Sturz die Folge ist. Es sollte sich dabei so dehnen, dass die Kraftwirkung auf den Anseilpunkt fällt. Ein Kletterseil hält nach der vorgeschriebenen Norm dann etwa fünf Normalstürze aus.

Aufbau des Kletterseils

Während in früheren Zeiten Bergsteiger einfache Seile aus Hanffasern verwendeten, ist das heutzutage zum Glück nicht mehr der Fall. Das Kletterseil besteht aus Kunstseide oder Polyamid und hält nach der Norm einen Sturz zuverlässig auf. Besonders das Konstrukt aus Kern und Mantel schützt das Seil vor Beschädigung. Dabei trägt der Kern die eigentliche Hauptlast.

Neben den einfachen statischen Kletterseilen gibt es dynamische Seile, die durch ihre Elastizität die Sturzenergie noch einmal mehr kompensieren. Der sogenannte Fangstoß, der auf Ihren Körper wirkt, wenn Sie abstürzen, reduziert sich so auf ein schmerloses und erträgliches Maß, besonders wenn der Fall abrupt erfolgt. Das Kletterseil gehört zur Schutzausrüstung beim Klettern und Bergsteigen, dient auch als Absturzsicherung und Hilfe beim Rettungsdienst und der Feuerwehr.

Welche Arten des Kletterseils gibt es?

In der Regel verwenden Anfänger und Profis im Klettersport dynamische Kletterseile, die die Sturzenergie günstiger abfedern. Statische Seile dagegen sind weniger flexibel und führen bei einem harten Sturz zu Verletzungen. Von den dagegen gebräuchlicheren dynamischen Seilen gibt es drei verschiedene Modelle:

  • Das Einfachseil
  • Das Halbseil
  • Das Zwillingsseil

Das Einfachseil

Die einfache Form des Kletterseils ist das Einfachseil. Es eignet sich für die Nutzung in der Halle an einer Kletterwand oder in Kletterparks, ist jedoch für anspruchsvollere Felswandaufstiege nicht geeignet. Diese Modelle haben einen Durchmesser zwischen 8 bis 11 Millimeter und entsprechend der Norm für mindestens fünf Stürze bei 80 Kilogramm Körpergewicht und einer Fangstoßkraft von 12 kN. Die Seildehnung ist unter statischer Belastung geprüft und die Knotenweite vorgegeben. Das Einfachseil besitzt einen Kern und Mantel und ist in der Handhabung die simpelste Ausführung. Das macht es empfehlenswert für Anfänger.

Das Halbseil

Das Halbseil weist einen Doppelstrang auf und ist damit etwas stabiler als das Einfachseil. Daher lässt es sich auch für zwei Kletterer verwenden, wenn diese hintereinander die Felswand erklimmen. Das Halbseil weist Zwischensicherungen auf, durch die eine Seilreibung reduziert wird. Solche Modelle sind schwerer als Einfachseile und auch für das Alpin- und Eisklettern geeignet. Sie bieten eine hohe Sicherheitsreserve durch die gegebene Redundanz.

Das Zwillingsseil

Das Zwillingsseil ist für Profis das gängigste Modell. Es ist ebenfalls ein Doppelstrang, jedoch dünner und leichter als das Halbseil. Das Zwillingsseil hängen Sie direkt in die Sicherungen ein. Das erlaubt zwar keine Halbseiltechnik wie das Halbseil, eignet sich aber für anspruchsvolle Klettervorhaben durch das leichtere Handling besser.

Das Zwillingsseil hat einen Durchmesser zwischen 7 und 8 Millimeter und ist hervorragend für die Zwischensicherung oder das Abseilen. Die Verwendung ähnelt der des Halbseils, nur doppelten und parallelen Ausführung. Auch das Zwillingsseil ist für das Alpinklettern optimal.

Wie wird das Kletterseil benutzt?

Das Kletterseil benutzen Sportler in der Regel in Verbindung mit dem Klettergurt. Die Gefahr für den Seilriss besteht eigentlich nur dann ernsthaft, wenn scharfe Kanten oder unvorhergesehene Verbrennungen das Seil belasten. Die Reibung sollte entsprechend nicht zu stark am Fels erfolgen, wobei die Technik von Halb- und Zwillingsseilen hier günstig vorbeugt.

Seil richtig aufwickeln

Es ist wichtig, ein Seil richtig aufzuwickeln und dafür zu sorgen, dass es sich nicht verknotet oder Krangel bildet. Die Art und Weise hängt dabei davon ab, ob Sie das Seil einfach oder doppelt nehmen. Sehr gut ist die Hilfe, das Seil um den Hals zu legen. Erfahrene Alpinisten nutzen ihr Kletterseil wie einen Rucksack und tragen es auf dem Rücken.

Je besser Sie ein Kletterseil nach der Nutzung lagern, desto länger hält es. Abhängig ist die Langlebigkeit natürlich auch von der Materialqualität und Häufigkeit der Nutzung. Die Lagerung ist an einem kühlen und trockenen Platz am besten. Das Seil formen Sie dabei zu einer Seilpuppe und hängen es an einem Haken auf.

Verhalten bei einem Sturz

Jeder Sturz ist ein Erfahrungswert und stärkt das Vertrauen in die Ausrüstung. Das Kletterseil gestattet in hoher Dehnbarkeit das Abfangen eines Sturzes und sollte gleichzeitig keine zu hohe Elastizität aufweisen, um keinen Bodenkontakt zu erreichen. Eine maximale Fangstoßdehnung von guten 40 Prozent ist dabei per Gesetz vorgeschrieben.

Schnell reagieren und die Position kontrollieren

Wenn es zum Sturz kommt, ist natürlich die Reaktion nicht immer gleich gut zu kontrollieren. Es ist hervorragend, wenn Sie es schaffen, die Arme seitwärts und eng an den Körper anzulegen und ihre Position zu stabilisieren. Wenn sich das Kletterseil und der Seilzug gegen die Felswand bewegen, nehmen Sie die Füße zu Hilfe, um sich abzustützen und den Aufprall so zu mindern.

Sturz als Training

Ein Kletterseil erlaubt natürlich die Herausforderung und das Trainieren des Sturzes, wodurch das Vertrauen wächst und Sie die eigene Körperkraft besser einschätzen lernen. Hilfreich ist an der Kletterwand auch ein Sturztraining, mit dem Sie wiederholt und kontrolliert einen Sturz simulieren. Dadurch lernen Sie, was unter solchen Bedingungen passiert und wie sie darauf schnellstmöglich reagieren. Ein Training reduziert die Gefahr einer Verletzung und eine systematische Destabilisierung. Auch wird so die Sturzangst schneller überwunden.

Was muss man beim Kauf beachten?

Für den Kauf spielen wichtige Eigenschaften und Merkmale des Kletterseils eine Rolle. Am besten wählen Sie es in Hinblick auf seine Länge, den Durchmesser, auf seine Dehnbarkeit und Reißfestigkeit aus. Die Länge beträgt etwa zwischen 30 bis 200 Meter. Für Einsätze an der Kletterwand sind die kurzen Modelle ausreichend, für Kletteraktionen im Gebirge die längeren mit einer Länge von 70, 100 bis 200 Metern günstiger. Der Durchmesser wiederum bestimmt auch die Handhabung und das Gewicht mit. Dünne Zwillings- und Einfachseile sind für das Handling von Vorteil. Dicke Seile sind sehr reißfest und überstehen auch die Reibung am Fels.

Reißfestigkeit und Seildehnung

Um die volle Sicherheit zu gewährleisten, hat jedes Kletterseil die Aufgabe, reißfest und stabil zu sein. Die Reißfestigkeit unterliegt dabei der Norm und bestimmt sich an der Anzahl der Normstürze. Das betrifft die Festigkeit als Kennwert und Sturzzahl. Hersteller müssen angeben, wie viele Stürze das Seil aushält. Das Kletterseil, das bis zu zehn Stürze aushält, nennt sich Multisturzseil.

Die Seildehnung ist ein wichtiger Parameter jedes Kletterseils und sorgt dafür, den Absturz auszugleichen, damit keine Verletzungen oder Schmerzen entstehen. Einen geringeren Fangstoß erreichen Sie immer dann, wen die Seildehnung höher ausfällt. Der Sturz gelingt dann sanfter und geschmeidiger, wobei die Dehnung gleichzeitig in ihren Parametern genau berechnet ist. Erfolgt sie zu stark, ist auch ein möglicher Bodenkontakt das Problem.

Art des Seils für den geeigneten Einsatz

Es ist wichtig, dass Sie das Seil nach der Art der Nutzung auswählen. Wenn Sie lediglich an einer Kletterwand in der Halle trainieren, genügt das Einfachseil völlig. Wenn der Klettersport jedoch über das einfache Hobby hinausreicht und im Freien an der Bergwand stattfindet, sind Doppel- und Zwillingsseile die bessere Wahl. Es gibt daneben auch Allroundseile, die sich für alle Klettereinstätze eignen. Statische Seile sind nicht zu empfehlen, da sie einen Sturz nicht ausreichend abfangen. Dynamische Seile weisen wesentlich mehr Dehnung auf und gewährleisten auch die benötigte Mobilität.

Handhabung

Das Handling ist bei den meisten Kletterseilen relativ einfach und bestimmt sich durch die Länge, das Gewicht und den Durchmesser, durch die Art des Kletterseils und den Aufbau von Kern und Mantel. Dabei gibt es auch unter den dynamischen Modellen weichere und härtere. Prüfen Sie dabei, wie sich das Kletterseil beim Sichern und Bedienen verhält und welchen Fangstoß es aufweist. Für die Handhabung sollte das Seil unbedingt eine Mittelmarkierung besitzen. Farbige Kennzeichnungen sind bei vielen Modellen gegeben.

Lebensdauer und Häufigkeit der Verwendung

Die Langlebigkeit erhöht sich durch hochwertige und stabile Materialien. Abhängig ist sie von der Anzahl der Normstürze, von der Dicke im Durchmesser und dem Mantelanteil. Einfluss auf die Stabilität haben beim Klettern immer bestimmte Voraussetzungen, so häufige Stürze, der Abrieb, die Felsenkantenbeschaffenheit, die Schmelzverbrennung und die stärkere Belastung bei Nässe oder UV-Strahlung.

Verwenden Sie das Kletterseil täglich oder wöchentlich, hält es gerade einmal ein Jahr. Eine Nutzung etwa einmal pro Monat gewährleistet eine Haltbarkeit bis zu fünf Jahren, und die seltene Nutzung erhöht die Haltbarkeit auf gute 7 bis 10 Jahre. Die maximale Nutzungsdauer geben Hersteller bei der Produktbeschreibung an.

Kletterseil und Klettergurt – die optimale Kombination

Das Kletterseil ist das nützliche Hilfsmittel des Klettergurts. Beide sind Teil der Ausrüstung und lassen sich miteinander kombinieren. Den Klettergurt gibt es als Hüft- oder Komplettgurt mit Beinschlaufen und Brustbändern. Dabei stellt sich die Frage, wie Sie das Kletterseil richtig in den Klettergurt einbinden, dass beide das Höchstmaß an Sicherheit erfüllen. Es gibt bestimmte Anseiltechniken, so das Einbinden des Seils parallel zur Anseilschlaufe oder direkt im Karabiner. Auch haben Sie die Möglichkeit, entweder einen Achterknoten oder einen doppelten Bulin zu machen.

Anseilpunkt und Anseilschlaufe

Einen Unterschied macht das Einbinden durch die Lage des Anseilpunkts. Im Falle eines möglichen Sturzes greift zunächst immer die Kraft des Fangstoßes direkt an diesem. Je größer entsprechend der Abstand zum Körperschwerpunkt ist, desto mehr Drehimpuls entsteht. Abhängig ist das von der Länge des Seils und der Anseilschlaufe.

Der Anseilpunkt liegt horizontal weiter von Ihrem Körper entfernt, wenn die Anseilschlaufe direkt eingebunden ist, gleichzeitig auch tiefer und unterhalb des Körperschwerpunks, wodurch es zum Überkippen kommt, wenn Sie einen Hüftgurt verwenden. Daher ist es besser, den Anseilknoten direkt am Gurt und so kurz wie möglich zu machen. Der Anseilpunkt liegt höher, wenn Sie den Knoten an der Hüftgurtöse oder an den Beinschlaufen machen. Dann reduziert sich die Gefahr des Überkippens und der ungünstigen Verlagerung des Körperschwerpunkts.

Körperbau beachten

Allgemein gilt, zusätzlich zum Kletterseil, den Gurt zu tragen, besonders für Personen, die einen ungünstigen Körperbau mit höherem Körperschwerpunkt oder Übergewicht aufweisen. Auch für Kinder gelten andere Regeln des Einbindens, wobei der Klettergurt die Voraussetzung für den Schutz ist, und so das Kind nicht aus dem Gurt rutscht. Ungünstig ist dagegen ein Anseilen durch die Anseilschlaufe. Das erhöht die Redundanz, da der Gurt im Falle eines Sturzes nach oben rutscht und Verletzungen verursacht.

Pflege und Kontrolle des Kletterseils vor und nach dem Klettern

Schadensprüfung

Damit die Voraussetzungen für die sichere und reißfeste Nutzung gegeben sind, ist es wichtig, das Kletterseil vor und nach dem Training immer auf Schäden oder Abrieb zu prüfen. Schon kleinere Risse oder Materialverschlüsse, ein Knick oder die Versteifung der Materialien erhöhen das Risiko der Nutzung. Ist der Mantel beschädigt, können Sie das Seil nicht mehr benutzen.

Das Kletterseil sauber halten und schützen

Ein Kletterseil ist umso besser, je sauberer es ist. Schmutz und Nässe erhöhen zudem das Gewicht und erschweren das Handling. Waschen Sie das Seil entweder mit der Hand oder bei niedriger Temperatur in der Waschmaschine, hier dann jedoch ohne Schleudergang. Auf aggressive Wasch- und Reinigungsmittel verzichten Sie bei der Reinigung besser, da diese das Material angreifen. Das Säubern bei warmem Wasser mit der Hand ist die beste Methode und reicht in der Regel aus.

Richtiges Aufwickeln und Kürzen

Zur Pflege gehören der prüfende Blick, das richtige Aufwickeln und die korrekte Lagerung. Der Lagerort sollte trocken, dunkel und geschützt sein. Hängen Sie das Seil einfach an einem Haken auf und stabilisieren sie es mit einem Band oder einer Schnur.

Beschädigte Enden kürzen Sie bei langen Kletterseilen, indem Sie diese abschneiden. Das ist empfehlenswert, wenn diese aufgeraut sind. Am besten gelingt das Kürzen mit einem Heißschneider, der das Material wieder verschmilzt und Kern und Mantel verbindet. Das Kürzen ist in einem gewissen Rahmen möglich und verlängert die Haltbarkeit. Wenn Sie keinen Heißschneider besitzen, lassen Sie Ihr Seil einfach vom Fachmann in einem Outdoor- oder Fachgeschäft kürzen.

FAQ – die wichtigsten Fragen rund um das Kletterseil:

Ist es notwendig, ein Kletterseil zu imprägnieren?

Eine Imprägnierung ist ratsam, um das Seil vor Schmutz, Staub und Feuchtigkeit zu schützen. Damit erhöht sich auch die Langlebigkeit, wobei jedoch die Imprägnierung gleichzeitig dafür sorgt, dass das Kletterseil etwas glatter und rutschiger ist. Es macht also nur dann Sinn, das Material zu imprägnieren, wenn es der Einsatz erfordert. Für die Kletterhalle ist das nicht nötig.

Was heißt Krangel?

Ein Krangel ist die Verdrehung des Kletterseils, was Sie möglichst für eine lange Haltbarkeit vermeiden sollten. Krangel und Knoten entstehen nicht, wenn Sie das Seil richtig aufwickeln. Eine Verdrehung sollten Sie immer sofort auflösen, damit diese sich nicht in Karabinern oder Sicherheitsgeräten verhaken. Um Krangel zu entfernen, legen Sie das Seil doppelt und hängen es aus. Es dreht sich dann wieder in den Normalzustand.

Wie lässt sich ein Kletterband transportieren?

Für den Transport empfiehlt sich das Aufwickeln des Seils zu einer Seilpuppe. Das sollte Ihnen leicht ohne Krangel und Knoten gelingen. Alternativ bringen Sie das Kletterseil auch ganz einfach in einem Seilsack oder Rucksack unter oder rollen es auf einer Plane zusammen.

Was ist die Obergrenze für einen Fangstoß?

Der Fangstoß steht für die maximale Kraft, die auf ein Seil direkt am Anseilpunkt wirkt, wenn ein Sturz erfolgt. Dabei spürt der Sportler einen starken Ruck, sobald sein Fall durch das Seil abbremst. Bei statischen Seilen entstehen so auch schwere Verletzungen. Bei dynamischen Seilen ist die Dehnung und Elastizität höher. Sie gleicht den Fangstoß in der Kraft, im Gewicht und im Seilverhalten nach Norm günstig aus. Bei Einfachseilen und bei Zwillingsseilen liegt die Obergrenze für einen Fangstoß bei 1200 Dekanewton. Bei Halbseilen liegt diese bei 800 Dekanewton.

Wann verkürzt sich die Langlebigkeit eines Kletterseils?

Neben den typischen Verschleiß- und Verschmutzungsbedingungen, spielen andere Faktoren eine Rolle, um die Haltbarkeit des Kletterseils stärker zu verkürzen. Dazu gehöret die Verwendung bei Nässe oder starker Sonneneinstrahlung, bei scharfkantigen Felsen, bei starkem Abrieb, bei der Berührung mit Chemikalien oder bei einem starken Verrutschen oder einer Abnutzung des Mantels.

Fazit

Das Kletterseil ist eine wichtige Voraussetzung beim Klettersport und sichert nicht nur Stürze, sondern ermöglicht in Verbindung mit einem Klettergurt auch das Hängen und Sitzen an der Felswand. Wichtig ist, dass Sie ein hochwertiges und genormtes Modell kaufen, das gleichzeitig dem Einsatzweck angepasst ist und dynamisch jeden Sturz abfedert und auffängt. Ein Kletterseil ist als Einfach-, Halb- und Zwillingsseil für viele Kletteraktionen geeignet. Mit der richtigen Pflege und dem korrekten Umgang hält es lange und nutzt sich nicht ab.