Campingstuhl Test 02/2021 – Die besten Modelle im Vergleich

Wer kennt es nicht? Man wandert inmitten einer wunderschönen Natur und irgendwann schmerzen die Füße oder man möchte es sich beim Campen mit Freunden am Lagerfeuer bequem machen. Eine passende Sitzgelegenheit muss her - also nicht zu sperrig, leicht, aber trotzdem bequem. Dafür ist der Campingstuhl einfach prädestiniert. Seit seiner Erfindung wurde er jedoch stetig weiterentwickelt, sodass sich mittlerweile tausende von verschiedenen Angeboten drängeln. Weil kaum jemand weiß, worauf vor dem Kauf zu achten ist, gestaltet es sich schnell sehr schwierig, einen geeigneten Campingstuhl zu finden.

Um dies zu erleichtern und den Käufer vor Fehlentscheidungen zu bewahren, sind in diesem Artikel alle notwendigen Informationen enthalten. So bereitet der neue Campingstuhl auch wirklich Freude - und das möglichst lang.


Die 10 beliebtesten Campingstühle


Anwendungsbereiche

Aufgrund seiner Beschaffenheit ist ein Campingstuhl in vielen Bereichen einsatzfähig. In Haus oder Wohnung wird er dagegen nahezu nie verwendet, da es hierfür Möbel mit höherem Sitzkomfort zu kaufen gibt. In der Natur macht er sich hingegen hervorragend. Wie der Name schon sagt, findet er vor allem bei Campingausflügen Verwendung. Etwa genauso oft ist er der Begleiter von Festivalbesuchern. Auch in Anglerkreisen erfreut er sich großer Beliebtheit und manche Wanderer haben ihn ebenfalls gern im Gepäck. Aufgrund dieser Verwendungszwecke muss er bestimmte Kriterien erfüllen, wie z. B. Robustheit, Standfestigkeit, Wetterbeständigkeit, etc.


Arten von Campingstühlen

Damit für jeden Zweck das Richtige dabei ist, gibt es auf dem Markt verschiedene Arten zu kaufen. Wenn man sich ein wenig damit beschäftigt, welche Merkmale diese erfüllen, sollte es nicht allzu schwer werden, einen geeigneten Campingstuhl zu finden.


Der Klappstuhl

Dieses Modell ist der Klassiker, der Evergreen unter den Campingstühlen. Er besitzt eine Lehne, die sich in etwa bis zur Mitte des Rückens erstreckt und ist, wie der Name schon impliziert, im Auf- und Abbau sehr einfach zu handhaben. Bei diesem Campingstuhl wird man besondere Funktionen vergeblich suchen. Sie bieten sich als einfache Sitzgelegenheit an, brauchen aber beim Transport durchaus Platz.

Vorteile:

Durch einfaches Klappen verschwendet man für ihren Auf- oder Abbau keine Zeit. Zudem sind sie recht billig und beweisen auf unebenem Untergrund eine gute Standfestigkeit. Bei nicht zu hoher Belastung ist dieser Campingstuhl außerdem robust, wetterfest und durch die meist vorhandenen Armlehnen inklusive Getränkehalter durchaus bequem. Zusätzlich ist er einigermaßen weich, was in der Sitzfläche aus Stoff begründet liegt.

Nachteile:

Die Höhe der Rückenlehne oder der restliche Aufbau des Stuhls können als unbequem empfunden werden. Aufgrund des geringen Preises ist auch die Qualität oftmals nicht die beste und im Transport kann er sich als sehr sperrig erweisen. Größeren Belastungen ist er nicht gewachsen.

Der Faltstuhl

Diese Art eines Campingstuhls ist ebenfalls recht einfach. Sein Aussehen ist dem des Klappstuhls sehr ähnlich, verhält sich aber in einigen Eigenschaften und Funktionen anders. Den Faltstuhl sieht man heutzutage am häufigsten im Einsatz, weil er viele Vorteile gegenüber anderen Modellen besitzt.

Vorteile:

Aufgrund seiner Sitzfläche und Lehne aus Stoff ist er sehr bequem, auch über längere Zeiträume und ist aus selbigem Grund extrem leicht. Er nimmt wegen seiner Faltbarkeit wenig Platz in Anspruch und besitzt meistens Armlehnen und einen Getränkehalter. Zudem gestaltete sich auch hier der Auf- und Abbau sehr einfach.

Nachteile:

Leider ist er nicht allzu robust und hält dementsprechend keinem hohen Gewicht stand. Bei unebenem Boden steht er zudem unsicher auf und ist zum Mitführen beim Wandern auch eher weniger geeignet.

Der Regiestuhl

Der Aufbau dieses Modells ist wesentlicher komplexer als die Bauweise anderer Campingstühle. Die Optik eines Regiestuhls macht einiges her und auch er verfügt über eine Lehne und eine Sitzfläche aus Stoff. Mit ihm werden Robustheit, sicherer Sitz und Standfestigkeit verbunden.

Vorteile:

Durch seine besondere Bauweise ist dieser Campingstuhl, wie bereits erwähnt, sehr robust und trägt vergleichsweise viel Gewicht. Er hat ebenfalls ein geringes Gewicht und besitzt meist Armlehnen.

Nachteile:

Die erwähnten Armlehnen haben den Nachteil, dass sie sehr schmal sind und deshalb rasch unangenehm werden. Auch insgesamt ist dieser Campingstuhl nicht wirklich bequem, weshalb er als langfristige Sitzgelegenheit nicht in Betracht gezogen werden sollte. Im Transport ist er unpraktisch und sperrig, außerdem nimmt der Auf- und Abbau viel Zeit in Anspruch und er ist vergleichsweise teuer.

Der Helinox-Stuhl

Ein solcher Campingstuhl zeichnet sich besonders durch seine spezielle Bauweise aus, die besondere Vorteile ermöglicht. Armlehnen fehlen und optisch erinnern sie stark an Schalen aus Stoff.

Vorteile:

Die Vorteile dieser Bauweise liegen darin, dass er zwar robust und stabil ist, aber extrem klein gefaltet werden kann. Das macht ihn ideal für Aktivitäten wie Wanderungen, bei denen er über weite Strecken getragen werden muss.

Nachteile:

Einziger Nachteil ist hier, dass dieser Campingstuhl relativ kostenintensiv ist.

Der Campinghocker

Da sowohl Rückenlehne als auch Armstützen fehlen, stellt der Campinghocker das kleinste Mitglied in der Campingstuhl-Familie dar. Die Sitzfläche besteht normalerweise aus Stoff.

Vorteile:

Die geringe Größe macht den Campinghocker sehr leicht und platzsparend. Gefaltet ist er oft kaum größer als ein Federmäppchen. Der Auf- und Abbau geht recht schnell vonstatten und preislich ist er im unteren Segment anzutreffen.

Nachteile:

Aufgrund der Tatsache, dass ihm die Rückenlehne fehlt, ist er gerade für längeres Sitzen zu unbequem. Außerdem ist es mit seiner Robustheit nicht weit her.


Die Relaxliege

Relaxliegen sind wirklich zur Entspannung da. Bei ihrer Länge kann man sich ausstrecken und gemütlich die Füße hochlegen. Durch den angenehm weichen Stoff, der hier Verwendung findet, will man sie fast nicht mehr verlassen. Sogar Armlehnen sind integriert, damit sich der Besitzer rundum wohlfühlt.

Vorteile: 

Durch den Aufbau und die integrierten Arm- und Fußstützen, ist diese Liege sehr bequem und ganz auf Entspannung ausgelegt. Dementsprechend kann man mit ihr lange Aufenthalte gemütlich verbringen und sie im Zweifelsfall auch als Schlafplatz nutzen.

Nachteile: 

Aufgrund ihrer Größe verbraucht sie beim Transport viel Platz und ist ziemlich schwer, weswegen sie nicht längere Zeit getragen werden kann. Normalerweise sind sie recht teuer und man sollte mehr Zeit für ihren Auf- und Abbau einplanen. Außerdem kann man mit der Relaxliege nicht am Tisch sitzen und auch aufrechtes Sitzen ist hier nicht vorgesehen.

Kaufkriterien

Betrachtet man die verschiedenen Modelle eines Campingstuhls, ist es zwar bereits möglich, erste Varianten auszuschließen, aber das macht die restliche Suche auch nicht einfacher. Jetzt geht es nämlich ans Vergleichen und auch da gibt es vieles, was man beachten muss. Um auch weiterhin den Überblick nicht zu verlieren, werden die wichtigsten Kriterien genauer erläutert. Denn einer Tatsache sollte man sich stets bewusst sein: am falschen oder einem unbequemen Campingstuhl hat man keine Freude.

Qualität

Die Qualität ist in diesem Bereich von zentraler Bedeutung, denn ein Campingstuhl, der aus minderwertigem Material besteht oder schlecht verarbeitet wurde, kann nicht nur jede Menge Ärger machen, sondern v. a. auch zu Verletzungen führen. Gerade mitten in der Natur wird so etwas schnell fatal und bringt Frust statt Freude in den Urlaub. Gibt der Campingstuhl beispielsweise nach, wenn ihn jemand mit seinem gesamten Gewicht belastet, kann dieser Sturz auch schwere Folgen haben. Deshalb ist es sinnvoll, zugunsten der Qualität etwas tiefer in den Geldbeutel zu greifen.

Bei Aufenthalten in der Natur ist der Boden selten eben und häufig kann man den Zeltplatz nicht ohne einen mehr oder weniger langen Fußmarsch erreichen. Aufgrund dessen ist es sinnvoll einen Campingstuhl zu wählen, der aus leichten, aber dennoch stabilen und strapazierfähigen Materialien besteht. Am sinnvollsten ist in der Regel ein Gestell aus Aluminium, das mit einer Sitzfläche und Rückenlehne aus Polyester bespannt ist.


Auch die Art der Bauweise spielt eine große Rolle. Für gewöhnlich sieht man einem Campingstuhl an, wenn er einem normalen Körpergewicht standhält. Falls er den Eindruck macht, sehr instabil zu sein, sollte man auf sein Gefühl hören und die Finger von diesem Exemplar lassen.


Komfort

Wer die Zeit unter freiem Himmel genießen oder nach einer langen und anstrengenden Wanderung die Füße ausruhen will, verlangt von seinem Campingstuhl natürlich auch ein gewisses Maß an Bequemlichkeit. Keiner möchte längere Zeit auf einem ungemütlichen Stuhl sitzen, weshalb man sein Augenmerk auch auf diesen Aspekt richten sollte.

Dafür muss man sich den verwendeten Stoff genauer ansehen. Natürlich ist reißfestes Polyester sinnvoll, damit der Stuhl lange hält, allerdings gibt es Menschen, die dieses Material beim Sitzen als zu hart empfinden. Dementsprechend sollte man sich über alternative Auflagen informieren oder zumindest ein Sitzkissen einpacken.
Auch die Bauweise ist bei diesem Aspekt wichtig. Es gibt einfach Modelle, die gemeinhin als unbequem gelten, wenn man längere Zeit in ihnen verbringt. Dazu gehört z. B. der Regiestuhl. Ein Probesitzen vor dem Kauf kann also nicht schaden.


Handhabung

Wer auf Wanderung ist und sich endlich setzen möchte oder nach längerer Fahrt endlich am Zielort ankommt, hat in der Regel keine Lust mehr, sich noch mit dem langwierigen Aufbau des Campingstuhls herum zu ärgern. Auch der Abbau muss manchmal einfach schnell gehen, z. B. wenn sich am Himmel rasch eine Gewitterfront nähert. Wenn man also Wert auf die einfache Handhabung der Sitzgelegenheit legt, stellt auch diese ein wichtiges Auswahlkriterium dar.

Längere Aufbauzeiten liegen wiederum hauptsächlich im Modell begründet. Nimmt man beispielsweise eine Relaxliege mit zum Campingausflug, ist eine langwierigere Fummelei vorprogrammiert, bis sie endlich steht. Wem das nichts ausmacht, kann man solche Modelle ebenfalls empfehlen, allerdings sind für die Ungeduldigen eher Varianten, wie z. B. der Faltstuhl geeignet.


Gewicht

Wenn man schon weiß, dass der Campingstuhl oft getragen wird, sollte man sich vor dem Kauf noch die Gewichtsklassen der Modelle ansehen. Diese variieren von Campingstuhl zu Campingstuhl mehr oder weniger stark.

Als kleinster unter den aufgelisteten Sitzgelegenheiten hat der Campinghocker logischerweise auch das geringste Gewicht. Mit 300 bis 500 Gramm ist er einfach zu transportieren und wird im Rucksack fast nicht bemerkt.
Trotz seiner vielen Vorzüge verdankt der Helinox-Stuhl seiner praktischen Bauweise ein nahezu unfassbar geringes Gewicht. Exemplare, die weniger als ein Kilogramm wiegen, sind sehr häufig zu finden.

Danach folgt der Regiestuhl. Sein Gewicht unterliegt starken Schwankungen. Normalerweise bringt er zwischen 1,5 und 4,5 kg auf die Waage. Falt- und Klappstühle sind mit 2 bis 5 kg etwas schwerer. Da Relaxliegen am größten sind, sind sie logischerweise auch am schwersten in dieser Liste. Mit 4,5 bis 8,5 kg gehören sie bei Wandereren nicht mehr zur Ausrüstung.


Budget

Da nicht jeder gleich viel Geld zur Verfügung hat und auch unterschiedlich tief in die Tasche greifen will, ist es sinnvoll, sich auch über die aktuellen Preise von verschiedenen Campingstühlen zu informieren. In jeder Preiskategorie wird man eine passende Sitzgelegenheit finden, wenn man realistisch bleibt.

Ein Faltstuhl beispielsweise ist bereits ab ein paar Euro erhältlich, bei einer Relaxliege wird man in dieser Preisklasse allerdings nicht fündig. Wenn einem das klar ist, kann man sich auf einen akzeptablen Betrag einstellen und findet einen Stuhl, den man gern in die Natur mitnimmt.


Pflege

Um den Campingstuhl lange zu behalten und diesen auch in gutem Zustand immer wieder zu verwenden, ist es wichtig, ihn nicht nur regelmäßig, sondern auch richtig zu pflegen.

Nach Gebrauch sollte man das Gestell mit Wasser abwaschen und eventuell die Gelenke und Federn ölen. Gegen Flecken und schlechten Geruch im Stoff hilft es, ihn mit einer Bürste und Spülmittelwasser abzuschrubben. Das Ganze danach ausspülen und an der Luft trocknen lassen, damit sich kein Schimmel bildet.


Farben und Muster

Bekannt sind Campingstühle v. a. in dunklen Farben, wie schwarz, grün oder blau. Mittlerweile hat sich das jedoch geändert. Man findet nicht nur musterlose Exemplare in pink, rot oder türkis, sondern auch alle möglichen Muster, z. B. Einhörner, Patchwork, Streifen und viele mehr. So ist für jeden Geschmack der passende Stuhl erhältlich.