Solar-Powerbank: Test, Vergleich & Empfehlung 03/2021

Powerbanks sind ein praktischer Begleiter, wenn man unterwegs sein Smartphone oder Tablet aufladen möchte. Doch auch ihre Kapazität ist irgendwann erschöpft, weshalb man sie wieder an der Steckdose aufladen muss. Um eine Solar Powerbank aufzuladen, braucht man hingegen keine Steckdose. Sie kann sich mithilfe von Solarmodulen selbst aufladen. Dafür wandelt sie die Energie der Sonne in Strom um.

Um eine bessere Kaufentscheidung treffen zu können, bietet dieser Beitrag alle wichtigen Informationen über Solar Powerbanks.

Wofür eignet sich eine Solar Powerbank?

Solar Powerbanks zeichnen sich dadurch aus, dass man sie unterwegs aufladen kann. Dafür benötigt man keine Steckdose, sondern lediglich das Licht der Sonne. Sie eignen sich deshalb besonders für alle Aktivitäten, die im Freien stattfinden, denn in der Natur findet man nur selten eine geeignete Stromquelle. Dank einer Solar Powerbank, kann man aber die Sonnenenergie nutzen, um den Akku wieder aufzuladen.

Speziell für Aktivitäten, bei denen man länger in der Natur unterwegs ist, ist diese Aufladefunktion sinnvoll. Dazu gehören zum Beispiel mehrtägige Wanderungen oder Angelausflüge. Mit dem mobilen Akku kann man so unterwegs Smartphones und andere mobile Geräte wieder aufladen.

Funktionsweise einer Solar Powerbank

Eine Solar Powerbank entsteht aus der Kombination einer Powerbank mit einem Solarpanel. Während die Powerbank für die Speicherung der Energie zuständig ist, laden die Solarpanels den Akku wieder auf.

Powerbank

Bei einer Powerbank handelt es sich um einen mobilen Akku. Dieser dient als externer Energiespeicher, um die Nutzungsdauer von Smartphones und ähnlichen Geräten zu verlängern. In der Regel besteht der Akku aus einem oder mehreren Lithium-Ionen-Akkuzellen. Je nach Anzahl und Größe dieser Zellen, hat eine Powerbank eine Kapazität von wenigen hundert bis zu mehreren tausend Milliampere-Stunden (mAh).

Aufladen kann man Powerbanks entweder über ein Netzteil an der Steckdose oder mithilfe eines USB-Kabels an einem USB-Anschluss. Eine Solar Powerbank kann man zusätzlich über das Solarpanel aufladen. Ist die Powerbank aufgeladen, so kann man anschließend andere Geräte über ein USB-Kabel mit Strom versorgen.

Solarpanel

Das Solarpanel besteht aus mehreren Solarzellen, welche wiederum größtenteils aus Silizium bestehen. Bei Lichteinstrahlung erzeugen diese Zellen Gleichstrom. Dieser wird zu der Powerbank weitergeleitet und lädt den Akku so auf.

Die Vorteile einer Solar Powerbank im Überblick

  • Solange Sonnenlicht vorhanden ist, kann man die Powerbank überall aufladen. Gerade bei einer Wanderung kann das von großem Wert sein, denn falls es zu einem Notfall kommt, hat man immer eine Stromquelle, um das Handy aufzuladen.
  • Dadurch dass man die Powerbank mit kostenloser Sonnenenergie kann, spart man sich die Stromkosten, welche beim Aufladen entstehen würden.
  • Da man die Solar Powerbank mit Sonnenlicht wieder aufladen kann, ist sie sehr umweltfreundlich. Dazu kommt, dass sie in der Herstellung dank der Massenproduktion nur wenig Energie verbrauchen.

Welche Nachteile hat eine Solar Powerbank?

Gegenüber einer einfachen Powerbank hat eine Solar Powerbank mehrere Nachteile. Vor allem sind sie schwerer und nehmen mehr Platz weg. Das ist vor allem der Fall, wenn sie über mehrere Solarpanels verfügen. Gerade bei längeren Wanderungen kann das eine Rolle spielen. Da man allerdings die Solar Powerbank unterwegs wieder aufzuladen kann, spart eventuell Platz und Gewicht, wenn man ansonsten zwei Akkus mitgenommen hätte.

Ein weiterer Nachteil ist, dass die Solarpanels nur bei Sonnenlicht Strom erzeugen können. Nachts oder bei stark bewölktem Himmel kann man die Powerbank nicht oder nur sehr langsam aufladen.

Warum steht nicht die komplette Kapazität der Powerbank zur Verfügung?

Normalerweise geht man davon aus, dass einem die gesamte angegebene Kapazität einer Powerbank zur Verfügung steht. Ein Handy, welches eine Kapazität von 2.500 mAh hat, müsste man mit einer Powerbank, die eine Kapazität von 10.000 mAh besitzt, theoretisch viermal voll aufladen können. Die Erfahrung zeigt aber, dass das in der Praxis nicht der Fall ist.

Die tatsächlich nutzbare Kapazität einer Powerbank ist niedriger. Das liegt daran, dass der USB-Anschluss der Powerbank, welcher für die Aufladung externer Geräte notwendig ist, mit einer Spannung von 5 Volt arbeitet. Die Lithium-Akkus, welche in den Powerbanks enthalten sind, verfügen allerdings nur über eine Spannung von etwa 3,7 Volt. Um beispielsweise ein Smartphone mit der Powerbank aufzuladen, muss diese Spannung erhöht werden. Dies übernimmt der interne Schaltkreislauf der Powerbank. Dieser schützt zusätzlich vor Überspannung, Überlastung und vor Kurzschlüssen. Diese Funktionen verbrauchen alle Energie, welche einen Einfluss auf die tatsächlich nutzbare Kapazität haben.

Grundsätzlich sollte also klar sein, dass kein Produkt einen Wirkungsgrad von 100 Prozent haben kann. Realistisch sind stattdessen Wirkungsgrade von etwa 85 bis 90 Prozent. Der Wirkungsgrad ist vor allem abhängig von der Qualität der verbauten Komponenten. Je hochwertiger diese sind, desto weniger Energie verbrauchen sie, um ihre Aufgaben zu erfüllen.

Welche Zusatzfunktionen kann eine Solar Powerbank haben?

Viele Hersteller verbauen eine kleine LED in ihrer Solar Powerbank. Diese kleine Taschenlampe verfügt zudem manchmal über verschiedene Modi. Neben der Funktion als klassische Taschenlampe kann sie häufig auch ein SOS-Signal oder einen Blitz erzeugen.

Auch eine LED-Anzeige, die den Ladezustand der Powerbank anzeigt, wird häufig verbaut. Das ist eine praktische Funktion, dank welcher man immer weiß, wie voll der Akku noch ist.

Manche Modelle verfügen zudem auch über verschiedene Befestigungsmöglichkeiten, mit denen man die Solar Powerbank am Rucksack befestigen kann. So kann man die sie auch während einer Wanderung aufladen.

Was kostet eine Solar Powerbank?

Eine Solar Powerbank kostet in der Regel zwischen 20 und 50 Euro. Der Preis hängt dabei vor allem von der Kapazität der Powerbank und der Größe der Solarmodule ab. Zusätzliche Funktionen, wie beispielsweise eine eingebaute Taschenlampe, haben ebenfalls einen Einfluss auf den Preis.

Braucht man eine Solar Powerbank, welche für Outdoor-Aktivitäten geeignet ist, kommen vor allem höherpreisige Modelle infrage. Diese sind meist robust und schützen das Gerät vor Wasser und Staub.

Besonders billige Modelle für 10 Euro sind zwar verführerisch, sind aber für den praktischen Gebrauch oft ungeeignet. Aufgrund der fehlenden Qualität erzeugt das Solarpanel kaum Strom und die Gesamtkapazität reicht meist nur für eine Handyaufladung.

Welche Arten von Solar Powerbanks gibt es?

Solar Powerbanks unterscheiden sich vor allem durch ihr Solarpanel. Während viele nur ein einziges und fest verbautes Panel haben, besitzen manche ein aufklappbares Panel.

Solar Powerbank mit einem Solarpanel

Solar Powerbanks mit nur einem Solarpanel haben den Vorteil, dass sie sehr kompakt sind und weniger wiegen. Sie reichen aus, wenn man nur ein kleineres mobiles Gerät damit aufladen möchte. Da es nur ein einzelnes Solarpanel besitzt, dauert allerdings auch das Aufladen der Powerbank länger, da ein einziges Panel nur wenig Strom erzeugen kann.

Solar Powerbank mit aufklappbarem Solarmodul

Solche Solar Powerbanks besitzen gleich mehrere Solarpanels. Diese kann man in der Regel einfach aufklappen, wodurch eine größere Fläche entsteht, mit welcher man mehr Sonnenlicht einfangen kann. Das beschleunigt die Aufladung der Powerbank deutlich. So kann man mit ihr auch mehrere Geräte aufladen. Der Nachteil ist, dass solche Modelle schwerer sind und mehr Platz benötigen.

Worauf man beim Kauf einer Solar Powerbank achten sollte

Anzahl und Art der Anschlüsse

Grundsätzlich kann man fast jedes mobile Gerät mit einer Solar Powerbank aufladen, sofern die passenden Anschlüsse vorhanden sind. Will man die Powerbank an der Steckdose aufladen, so sollte darauf geachtet werden, dass man das passende Kabel hat, da unterschiedliche Anschlüsse verbaut sind.

Auch die Anzahl der vorhandenen Ausgänge kann man wählen. Die meisten Powerbanks verfügen mittlerweile standardmäßig über zwei Ausgänge. Möchte man mehrere Geräte gleichzeitig aufladen, sollte also darauf geachtet werden, dass die Powerbank über eine ausreichende Anzahl an Anschlüssen verfügt.

Solar Powerbank mit Qi

Mit einer Solar Powerbank mit Qi kann man Geräte ohne Kabel aufladen. Die eingebaute Induktionstechnik überträgt die Energie kabellos über elektromagnetische Wellen. Dies funktioniert allerdings nur bei einem geringen Abstand. Ob man sich für eine solche Solar Powerbank entscheidet, sollte auch davon abhängen, ob man ein Smartphone oder anderes Gerät besitzt, welches diese Technologie unterstützt.

Kapazität der Powerbank

Die Gesamtkapazität der Powerbank ist wohl das wichtigste Kriterium bei der Kaufentscheidung. Die Kapazität gibt an, wie viel Energie die Powerbank speichern kann. Modelle mit einer Kapazität von 5.000 mAh sind zwar schnell aufgeladen, reichen allerdings auch nur für maximal zwei Handyladungen. Wer oft länger unterwegs ist und mehrere Geräte aufladen möchte, sollte eine Kapazität von etwa 20.000 mAh wählen.

Wie oft man ein Gerät mit einer vollen Powerbank aufladen kann, lässt sich leicht ausrechnen.

Die Rechnung sieht dabei wie folgt aus:

Gesamtkapazität der Powerbank/Kapazität des Smartphones=Anzahl der möglichen Ladungen

Dabei sollte beachtet werden, dass nie die gesamte Kapazität der Powerbank tatsächlich zur Verfügung steht. Stattdessen sind 85 Prozent ein realistischer Wert.

Eine bessere Rechnung wäre also:

0,85*Gesamtkapazität der Powerbank/Kapazität des Smartphones=Anzahl der möglichen Ladungen

Will man also eine Solar Powerbank, die für fünf Ladevorgänge reicht, so kann man mit dieser Formel die notwendige Kapazität berechnen.

Zusätzlich sollte man bei der Wahl der Kapazität beachten, dass mit höherer Kapazität auch das Gewicht der Powerbank steigt. Gerade wenn man die Powerbank auf eine Wanderung mitnehmen möchte, spielt dieser Faktor eine bedeutende Rolle.

Robustheit

Eine Solar Powerbank kommt vor allem in der Natur zum Einsatz. Damit sie den dort herrschenden Bedingungen standhält, sollte man darauf achten, dass die Verarbeitungsqualität hoch ist. Eine gute Solar Powerbank sollte für Outdoor-Aktivitäten zumindest wasser- und staubdicht sein.

Ladegeschwindigkeit

Die Ladegeschwindigkeit hängt vor allem von der Größe der Solarpanels ab. Eine Solar Powerbank mit aufklappbaren Solarpanels hat hier also einen deutlichen Vorteil. Zudem ist die Ladegeschwindigkeit auch abhängig von der Intensität der Sonnenstrahlung. Bei freiem Himmel lädt die Powerbank schneller als bei bewölktem Himmel.

Alternativ kann man die meisten Solar Powerbanks auch an der Steckdose aufladen, was wesentlich schneller ist.

Solar Powerbank mit Schnellladefunktion

Mit einer Schnellladefunktion kann man Geräte deutlich schneller aufladen. Das funktioniert allerdings nur, wenn das Smartphone auch eine Schnellladefunktion unterstützt. Wem dieser Punkt wichtig ist, der sollte beim Kauf genau hinschauen, da nur wenige Hersteller diese Funktion anbieten.

Zusatzfunktionen

Viele Solar Powerbanks haben nützliche Zusatzfunktionen. Dazu gehören:

  • Eingebaute Taschenlampe
  • LED-Anzeige für den Akkustand
  • Befestigungsmöglichkeiten (Ösen oder Haken)

Eine Solar Powerbank sachgerecht aufbewahren

Eine Solar Powerbank nutzt man nur selten täglich, sodass sie oft für lange Zeit in der Schublade liegen. Damit sie möglichst lange hält, sollte man bei der Lagerung zwei wichtige Punkte beachten:

Temperatur

Hersteller geben häufig an, dass ihre Powerbanks für Temperaturen von minus 20 bis zu 60 Grad ausgelegt sind. Die Lagerung sollte dennoch bei leichten Plusgraden erfolgen, damit der Akku keine Schäden nimmt. Die übliche Zimmertemperatur ist dafür voll ausreichend. Die Powerbank sollte dabei aber auch vor direkter Sonnenstrahlung geschützt sein, da diese die Temperatur stark steigen lassen kann.

Ladezustand

Um die Kapazität der Powerbank langfristig zu erhalten, ist es wichtig, dass sie während der Lagerung weder komplett voll noch vollständig leer ist. Ideal für eine Lagerung ist ein Ladezustand von etwa 30 bis 70 Prozent. Wenn man die Powerbank über lange Zeit lagert, ist es sinnvoll, den Ladezustand alle drei Monate zu überprüfen, um sie gegebenenfalls wieder nachzuladen. Das ist notwendig, da sich ein Akku mit der Zeit selbst entlädt. Diese Selbstentladung ist zwar nur sehr gering, kann aber dennoch dafür sorgen, dass der Akku einen kritischen Ladezustand erreicht.

Darf eine Solar Powerbank mit ins Flugzeug genommen werden?

Solar Powerbanks kommen häufig im Urlaub zum Einsatz und so müssen sie oft auch mit ins Flugzeug. Dabei gilt es zu beachten, dass man Powerbanks nur unter bestimmten Bedingungen mitnehmen darf, welche je nach Fluglinie unterschiedlich sein können. Der Dachverband der Fluggesellschaften gibt an, dass man eine Powerbank nur bis zu einer Gesamtkapazität von 100 mitnehmen darf. Zudem darf man sie nur im Handgepäck mitführen. In das Gepäckabteil dürfen sie nicht. Grund dafür ist, dass sie meist aus Lithium-Ionen-Akkus bestehen, weshalb eine erhöhte Brandgefahr von ihnen ausgeht.