Wathose: Test, Vergleich & Empfehlung 05/2021

Unter einer Wathose versteht man ein Kleidungsstück, welches die Füße, Beine und häufig sogar die Hüfte bis zum unteren Bereich des Oberkörpers bedeckt. Die Wathose ist vollkommen wasserdicht und kann als eine Art „verlängerter Gummistiefel“ verstanden werden.

Meist bestehen Wathosen aus Nylon und/oder Neopren in Kombination mit Gummi. Je nachdem welche Materialien dominieren, besitzen Wathosen auch eine wärmeisolierende Wirkung oder sind atmungsaktiv, sodass das Tragen nicht mit starkem Schwitzen verbunden ist.

Die 10 beliebtesten Wathosen

Die Einsatzgebiete einer Wathose

Bereits der Name der Hose zeigt, wofür sie verwendet wird: Sie dient als Hilfsmittel, um trockenen Fußes durch seichtes Wasser zu waten. Dies kann in vielen Fällen nötig und hilfreich sein. So sind Wathosen ein häufiges Kleidungsstück bei Reinigungsarbeiten von Poolanlagen, Klärgruben oder Teichen. Doch auch für einen Strandspaziergang mit Kindern sind Wathosen gut geeignet.

Sehr häufig tragen auch Angler eine Wathose. Denn so können sie Gebiete mit ihren Ködern erreichen, welche ansonsten nicht befischbar wären. Dies ist vor allem beim Fliegenfischen am Meer von großer Bedeutung, aber auch die Nutzung von Wathosen in Flüssen ist keine Seltenheit. Denn häufig ist hier das Ufer derartig stark zugewachsen, dass das Angeln nicht möglich ist.

So watest du richtig

Das waten durch seichtes Wasser ist kein leichtes Unterfangen und benötigt etwas Übung, damit alles reibungslos funktioniert. Denn durch den Widerstand des Wassers ist es nötig, die Bewegungen im Unterschied zum normalen Gehen etwas zu verändern.

Bei geringen Wassertiefen ist es möglich, die Füße aus dem Wasser zu heben, um so den Wasserwiderstand zu umgehen. Ist das Wasser jedoch etwas höher, musst du langsame Bewegungen ausführen und das Wasser auf diese Weise zur Seite drücken. Dabei gibt es verschiedene Techniken, welche zum Einsatz kommen. Manche Menschen bevorzugen leicht schlurfende Schritte, knapp über dem Grund des Gewässers, andere hingegen versuchen so viel des Körpers wie möglich aus dem Wasser zu heben. In beiden Fällen kann ein leichtes Verdrehen der Beine die Bewegung erleichtern.

Falls du in Flüssen mit einer Wathose angelst, solltest du stets flussaufwärts waten. Denn die meisten Fische stehen gegen den Strom, das heißt dass du dich so von hinten an sie annäherst. Außerdem wird der aufgewirbelte Schlamm so von dir weg gespült, ohne dass er deine Sicht verhindert oder scheue Fische aufschreckt.

Darauf solltest du beim Kauf von Wathosen achten

Falls du mit dem Gedanken spielst, eine Wathose zu kaufen, solltest du einige Dinge beachten. Denn Wathose ist nicht gleich Wathose. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen können enorm sein. Je nach Anwendungsgebiet wird eine gänzlich andere Hose empfehlenswert.

Das Material

Die meisten Wathosen sind aus Neopren, Nylon oder Gummi gefertigt. Modelle aus Neopren eignen sich hervorragend für die Verwendung bei kalten Temperaturen oder in kalten und fließenden Gewässern. Damit stellen sie eine gute Option für das Fliegenfischen in Bergflüssen dar.

Gleichzeitig fördern sie jedoch die Schweißbildung, sodass es vorkommen kann, dass nach längerem Tragen sich Flüssigkeit im Inneren der Hose sammelt. Wathosen aus Neopren gehören zu den günstigeren Varianten und stellen daher eine Empfehlung für die meisten Angler dar, welche die Hose nur gelegentlich während eines Angelurlaubs nutzen wollen.

Ebenfalls sehr günstig sind die Hosen aus Nylon. Diese bieten jedoch keinen sonderlich guten Kälteschutz und eignen sich daher vor allem für die Übergangszeiten. Sie können jedoch sehr gut gemeinsam mit Funktionsunterwäsche getragen und damit auch bei kälteren Temperaturen genutzt werden.

Wathosen aus Gummi sind etwas teurer, fördern stark die Schweißbildung und sind nicht gut für kalte Temperaturen geeignet. Daher sind diese für Angler eher uninteressant. Allerdings ist das Material sehr widerstandsfähig und robust und ist sehr einfach zu reinigen. Vor allem bei Reinigungsarbeiten von Pools oder gar Klärgruben sind daher Hosen aus Gummi zu bevorzugen.

Die teuerste Variante sind die Hosen aus atmungsaktiven Materialien. Denn diese sind ebenfalls vollkommen wasserdicht, sehr robust, bieten einen guten Kälteschutz und verhindern zu starke Schweißbildung. Außerdem ist der Tragekomfort besonders hoch. Sie sind allerdings empfindlich, wenn sie mit stark riechenden oder aggressiven Substanzen in Berührung kommen, weswegen sie für Reinigungsarbeiten nicht zu empfehlen sind.

Die Stärke des Materials

Üblicherweise wird die Stärke einer Wathose in Millimeter angegeben. Je dicker sie ausfällt, umso wärmer hält sie. Gleichzeitig wird es jedoch auch schwieriger, sich flüssig zu bewegen und der Tragekomfort nimmt ab. Daher verwenden viele Angler für unterschiedlichste Situationen verschiedene Wathosen, welche nicht nur aus unterschiedlichen Materialien gefertigt wurden, sondern auch verschiedene Stärken aufweisen. Für den Einsteiger ist hier eine durchschnittliche Stärke zu empfehlen, sodass die Wathose bestmöglich für eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten zu verwenden ist.

Die Passform

Wathosen können entweder sehr dicht anliegend oder alternativ dazu sehr weit ausfallen. Dies kann vor allem dann ein Entscheidungskriterium sein, wenn du unter der Wathose atmungsaktive oder wärmeisolierende Unterwäsche tragen möchtest. Häufig werden auch spezielle Watschuhe in den Stiefeln der Hose getragen, da diese bequemer zu tragen sind.

Die weite Passform hat zwar den Vorteil, dass du flexibler bezüglich deiner darunter getragene Kleidung bist, sie ist allerdings auch mit größerem Kraftaufwand beim Waten verbunden. Außerdem kann eine weitere Hose dazu neigen an deinem Körper zu scheuern und weist dadurch einen geringeren Tragekomfort auf.

Die Sohle

Üblicherweise gibt es zwei unterschiedliche Arten von Sohlen. Einerseits die weiche Filzsohle, auf der anderen Seite die Sohle aus Gummi mit starkem Profil.

Filzsohle

Diese Wathosen eignen sich sehr gut für felsige und harte Untergründe. Denn die Filzsohle bietet guten Halt und sorgt für eine sichere Haftung. Außerdem drücken scharfe Kanten weniger durch die Schuhe. Allerdings solltest du mit dieser Wathose möglichst wenig über trockenes Gelände gehen, da hier die Sohle sehr schnell kaputt gehen kann.

Gummisohle mit starkem Profil

Diese Modelle solltest du tragen, wenn du in matschigen und schlammigen Gewässern unterwegs bist. Ein solcher Untergrund ist sehr rutschig. Die starke Profilierung sorgt für besseren Halt. Auf felsigem Gelände ist die Sohle allerdings etwas zu starr, um guten Griff zu bekommen.

Die Größe

Dass die Wahl der richtigen Größe beim Kauf beachtet werden muss versteht sich von selbst. Doch bei Wathosen ist dies nicht immer so einfach möglich. Denn verschiedene Anbieter haben unterschiedliche Methoden, die Größen anzugeben. In vielen Fällen werden die Schuhgrößen als Referenz herangezogen.
Hier musst du allerdings berücksichtigen, ob du zusätzliche Watschuhe oder Füßlinge tragen möchtest. Ist dies der Fall, musst du meist eine Nummer größer wählen.

Alternativ verwenden viele Anbieter auch auch die Kleidungsgröße zur Orientierung. Hier verwenden sie üblicherweise das europäische System. Nur sehr selten arbeiten sie mit amerikanischen Größen. Auch in diesem Fall solltest du dir im Vorhinein überlegen, ob du mehrere Lagen Kleidung unter der Wathose tragen möchtest oder nicht und entsprechend die Größe wählen.

Die Überlegungen zum Einsatzgebiet können die Auswahl erleichtern

Die Wassertiefe

Wirst du überwiegend nur in seichtem Wasser unterwegs sein, ist eine Wathose nicht zwingend nötig. Hier können bereits Watstiefel, welche du mit deiner normalen Hose trägst, ausreichenden Schutz bieten. Möchtest du dennoch eine Wathose tragen, wird eine Hüfthose ausreichend sein. Willst du deine Latzhose hingegen beim Angeln im Meer tragen, wo Wellen und Brandung auch deinen Oberkörper treffen können, ist eine Latzhose empfehlenswert.

Die Art des Gewässers

Bereits die Überlegung, ob du überwiegend in fließenden Gewässern, in stehenden Gewässern oder am Meer in der Brandung angeln möchtest, kann sich als hilfreich bei der Wahl der Wathose entscheiden. Selbstverständlich fällt in diesem Punkt auch, wenn du deine Hose nur für Spaziergänge oder aber für Reinigungs- und Wartungsarbeiten verwenden möchtest.

Die Art und Häufigkeit der Nutzung

Wenn du dich in deiner Wathose viel bewegen musst, sei es um an den gewünschten Angelplatz zu gelangen oder im Wasser auf der Suche nach Fischen, bietet sich eine enganliegende, bequem sitzende Hose an. Zu lockere Wathosen können hier durch Reibung für Reizungen der Haut sorgen.

Und natürlich gilt: Je häufiger du die Hose tragen wirst, umso wichtiger ist ein bestmöglicher Sitz und hohe Qualität. Was bei einem gelegentlichen Tragen im Urlaub tolerierbar ist, sollte bei einem regelmäßigen Einsatz nicht vorkommen.

Die persönlichen Voraussetzungen

Unter diesem Punkt ist vor allem das Schwitzen zu nennen. Wenn du zu jenen Personen gehörst, welche sehr schnell zu schwitzen beginnen, solltest du dir eine atmungsaktive Hose auswählen. Ist dies nicht der Fall kannst du auch zu einer kostengünstigeren Variante greifen. Hier sind insbesondere die Modelle aus Nylon und für kältere Temperaturen aus Neopren zu nennen.

Zubehör für Wathosen

Es gibt verschiedene Dinge, welche sich sehr gut als Zubehör zu einer Wathose eignen. Zu diesen zählen:

Watschuhe/Füßlinge

Diese Schuhe oder Socken können
einfach in Ergänzung mit einer Wathose getragen werden. Der große Vorteil ist, dass sie meist deutlich bequemer zu tragen sind. Besonders merkbar ist dies, wenn du sehr lange Zeit im Wasser verbringst. Spezielle Watsocken aus Neopren sind außerdem sehr gut dafür geeignet, die Füße bei kalten Temperaturen warm zu halten.

Watjacke

Wenn auch der Oberkörper trotz heftiger Gischt trocken bleiben soll, bietet sich eine Watjacke an. Selbstverständlich kann jede gute wind- und wasserfeste Jacke diesen Zweck erfüllen.

Watgürtel

Mit diesem Gürtel können Wathosen einfach und sicher zugeschnürt werden. So kann kein Wasser von oben in die Hose schwappen. Insbesondere beim Angeln am Meer solltest du auf dieses Zubehör nicht verzichten. Ansonsten kann es vorkommen, dass du zu viel Zeit damit verbringst, zurück auf Land zu waten um dich hinzulegen, damit das Wasser aus der Hose laufen kann.

Flickzeug

Falls trotz sorgfältiger Pflege die Hose dennoch einmal undicht werden sollte, kannst du sie recht einfach flicken. Zu diesem Zweck gibt es Gele, welche du mit der Hand aufträgst oder Pflaster, welche direkt über die undichte Stelle geklebt werden können.