Einmannzelt Test 06/2021 – Die besten Modelle im Vergleich

Wenn du gerne campen gehst, brauchst du auch ein Zelt, welches die wichtigsten Bedürfnisse erfüllt und auf deine eigenen Wünsche zugeschnitten ist. Falls du deine Zeit inmitten der Natur nicht in der Gesellschaft enger Freunde oder der Familie verbringen, sondern dich ganz dem Charme der Umgebung hingeben möchtest, wählst du am besten ein Einmannzelt.

In jeder Hinsicht praktisch für einen Trip alleine, für spontan übernachtende Gäste oder ausgiebiges mehrtägiges Trekking, kannst du ein solches Einmannzelt auch in verschiedenen Modellen kaufen. Um das richtige Exemplar zu finden, ist es möglich, in diesem Ratgeber alles Wichtige zum Thema nachzulesen. Damit kann beim nächsten Ausflug in die Natur nichts schiefgehen.

Die 10 beliebtesten Einmannzelte

Doppelwandzelte vs. Einwandzelte

Wie der Name bereits erahnen lässt, handelt es sich bei Einwandzelten um Zelte mit nur einer Außenplane. Heutzutage werden sie häufig aus beschichteten Stoffen hergestellt, um Wind und Nässe abzuhalten. Zudem sind sie nicht atmungsaktiv.

Beim doppelwandigen Modell werden zwei Abdeckungen übereinander aufgebaut. Die äußere weist dieselben Merkmale auf, wie die Wand eines Einwandzeltes, die innere Plane ist dagegen nicht wasserdicht, aber dafür atmungsaktiv.

Wenn du dir mehr Komfort beim Campen wünschst, bist du mit einem Doppelwandzelt prinzipiell besser beraten. Das liegt daran, dass die Luftfeuchtigkeit im Inneren trotz Schwitzen und kondensierender Atemluft aufgrund der Belüftung angenehm bleibt und der Besitzer mehr Platz hat, da zwischen den Wänden häufig ein Stauraum für Gepäck einkalkuliert wurde.

Bist du etwas anspruchsloser und kannst auf den zusätzlichen Stauraum verzichten, reicht ein Einwandzelt in jedem Fall aus.

Kosten

Wie bei fast jedem Produkt ist es auch bei einem Einmannzelt möglich, einen geringen Preis zu zahlen oder horrende Summen auszugeben. Die Preise richten sich hier nach Qualität, Komfort und Modell des gewünschten Exemplars. Ein grober Überblick soll helfen, sich auf die zu erwartenden Kosten einzustellen und sich vorab schon einmal etwas zu orientieren.

Preisstufen der verschiedenen Modelle

Am günstigsten und auch am kleinsten ist der Biwaksack. Die Preisspanne erstreckt sich hier von 20 bis 100 Euro, je nachdem, wie gut die Qualität sein soll.

Auch das Wurfzelt ist noch sehr gut erschwinglich. 25 bis maximal 60 Euro sind ein sehr guter Preis für ein Einmannzelt.

Wünscht man sich ein Tunnelzelt, gehen die Kosten allerdings bereits recht schnell nach oben. Mit einem Minimum von 60 Euro startet es bereits mit einem höheren Preis, allerdings ist es möglich, bis zu 650 Euro auszugeben.

Ein Biwakzelt beginnt preislich zwar noch etwas höher, aber es schraubt sich in diesem Fall nicht in so große Höhen wie das Tunnelzelt. Hier ist üblicherweise mit 75 bis 450 Euro zu rechnen. Kuppelzelte setzen den Minimalpreis noch höher an. Unter 100 Euro wird es schon schwierig, ein solches Exemplar zu finden. Ausgeben kannst du allerdings ca. bis zu 300 Euro. Das teuerste Modell ist das sog. Geodätzelt. Mit einem Preis von 300 bis 650 Euro ist es definitiv für Personen gemacht, die oft in der Natur eine Übernachtungsgelegenheit benötigen.

Optionen

Wenn du bereits weißt, dass du das Einmannzelt nicht oft gebrauchen wirst, ist es sinnvoll, dir eines gebraucht zu kaufen. Das spart einen erheblichen Kostenaufwand und du bekommst oft trotzdem einen Begleiter, der noch lange hält.

Ein Einpersonenzelt kaufen

Mittlerweile hast du als Käufer das große Glück, dich zwischen einer Vielzahl von Angeboten entscheiden zu entscheiden. Das hat allerdings auch den Nachteil, dass man sich schlechter orientieren kann, um das zu finden, was man sucht. Deswegen ist zunächst die Frage zu klären, wo ein solches Einmannzelt überhaupt erhältlich ist.

Heutzutage musst du nicht zwangsläufig in ein Fachgeschäft für Campingausrüstung, um dir ein Einmannzelt zuzulegen. Um sich vorab beraten zu lassen, das Zelt genau anzusehen und gegebenenfalls Probe zu liegen, sind solche Shops eine gute Idee. In ihrem wechselnden Sortiment bieten auch viele Supermärkte und Discounter solche Zelte an.

Die meisten Exemplare werden derzeit jedoch im Internet verkauft. Das liegt in der Regel darin begründet, dass die Auswahl hier deutlich größer ist und du die Preise um einiges besser vergleichen kannst.

Mieten statt kaufen

Ein Einmannzelt ist in der Anschaffung sehr oft sehr teuer. Den vollen Preis zu zahlen lohnt sich also häufig nur, wenn das Zelt dann auch regelmäßig genutzt wird. Falls du es allerdings nur zu einem bestimmten Anlass, wie ein Festival, benötigst kannst du es auch mieten. Möglich ist das normalerweise ausschließlich online, allerdings schon ab 14 Euro pro Tag.

Gewicht

Da ein Einmannzelt in seiner Größe auf nur eine Person ausgelegt ist, sollte es logischerweise auch von nur einer Person tranportiert werden können. Somit ist es für Alleingänge in der Natur ideal. Demtentsprechend muss allerdings auch das Gewicht stimmen, damit es nicht zu sehr zur Last fällt. Leicht- und Ultraleichtzelte finden in diesem Bereich somit oft Verwendung. Ein Geamtgewicht von 600 Gramm ist nicht einmal ungewöhnlich für ein vollwertiges Exemplar.

Ein höheres oder niedrigeres Gesamtgewicht kommt durch verschiedene Faktoren, wie Konstruktion, Zelttyp und Material, zustande. Zahlreiche Gestängebögen und schweres Material können das Gewicht also erhöhen. Wichtig wird das besonders bei langen Wanderungen in einsamen Gebieten, bei denen du nicht nur Kleidung, Proviant und anderes mit dir tragen musst, sondern eben auch eine Unterkunft für die Nacht. In einer solchen Situation freut einen ein leichtes Einmannzelt ganz besonders.

Arten von Einmannzelten

Wenn du dir ein Einmannzelt anschaffen möchtest, solltest du dich auch darüber informieren, welches Modell am besten für die geplanten Zwecke geeignet ist. Jedes davon hat seine Vorzüge und Nachteile, sowie eine Eignung für bestimmte Situationen und Gelegenheiten. Die folgende Übersicht bietet einen Einblick und soll helfen, Fehlkäufe zu vermeiden, indem sie die dafür nötigen Informationen bereit hält.

Das Tunnelzelt

Dieses Leichtzelt, das mit mehreren Gestängebögen ausgestattet ist, die sich parallel zueinander erstrecken, besitzt das größte Einsatzspektrum dieser Liste. Normalerweise wird es von zwei bis drei Bögen gestützt, die einzige Ausnahme bildet das sog. Einbogenzelt. Dadurch, dass die Wände vergleichsweise steil nach oben verlaufen und sich erst spät krümmen, wirkt dieses Einmannzelt sehr groß und bietet ein tolles Raumgefühl. Zudem ergibt sich so mehr nutzbarer Platz im Innenraum.

Investierst du etwas mehr Geld in die Qualität, kannst du dieses Modell das ganze Jahr über zum Schlafen im Freien nutzen. Die Heringe sorgen hier für ausreichende Stabilität. Bei Ausrichtung zur Windrichtung bietet das Zelt diesem zudem ein Minimum an Angriffsfläche.

Vorteile

  • Seiner Bauweise verdankt dieses Einmannzelt sein sehr geringes Gewicht, welches in starkem Kontrast zu seiner Windstabilität steht.
  • Es lässt sich in vielen Situationen problemlos einsetzen und weist ein gutes Verhältnis zwischen verfügbarem Raum und Gewicht auf.
  • Zudem lässt es sich sehr einfach aufbauen und verkompliziert dies auch nicht bei schlechtem Wetter.

Nachteile

  • Die erwähnte Bauweise sorgt allerdings auch für einen Nachteil.
  • Im Gegensatz zu manch anderem Zelt, kann es nicht frei stehen, sondern muss mithilfe von Heringen und Leinen sorgfältig gespannt und gesichert werden.
  • Trotz seiner hohen Stabilität ist es außerdem nicht bei sehr stürmischem Wetter oder starkem Schneefall geeignet.

Das Kuppelzelt

Dieses Einmannzelt kannst du beim Camping am häufigsten sehen. Auch zum Bergsteigen ist es aufgrund seiner Beschaffenheit sehr gut geeignet, da harte Böden kein Problem darstellen. Das liegt daran, dass zwei Gestängebögen sich über der Grundfläche überkreuzen und so eine Kuppel bilden, die aus eigener Kraft bestehen bleibt, ohne durch Leinen und Heringe gesichert werden zu müssen.

Besonders praktisch ist dies bei felsigem Untergrund, in den man keine Nägel einschlagen kann. Voraussetzung ist hier aber, dass das im Zelt befindliche Gepäck schwer genug ist, um es bei Wind und Wetter zu stabilisieren. Es kann zu jeder Jahreszeit eingesetzt werden. Die Wände sind weniger steil als beim Tunnelzelt, sondern mehr gekrümmt, was den Platz im Inneren beeiflusst.

Vorteile

  • Durch die simple, aber effektive Konstruktion gestaltet sich der Aufbau recht unkompliziert.
  • Es benötigt wenig Platz, da es nicht gespannt werden muss und erweist sich trotzdem auch bei Wind und Schneefall als stabil.

Nachteile

  • Durch das benötigte Gestänge kommt dieses Einmannzelt auf ein vergleichsweise hohes Gewicht und auch das Platzverhältnis im Innenraum ist nicht besonders gut, da die Wände derart gekrümmt sind.

Das Geodätzelt

Durch drei oder mehr Gestängebögen, die sich überkreuzen, ist die Konstruktion des Geodätzeltes mit der des Kuppelzeltes vergleichbar. Auch dieses Zelt muss nicht zwangsläufig durch Leinen gesichert werden, gilt aber gemeinhin als das stabilste Einmannzelt. Aufgrund dessen wird es besonders gern bei Aufenthalten in stark windigen Regionen, wie den Alpen, verwendet.

Vorteile

  • Dadurch, dass das Geodätzelt freistehend platziert werden kann, benötigt es nicht viel Platz.
  • Die Auswahl an Stellplätzen vergrößert sich so deutlich.
  • Innen bietet es viel Platz, sodass auch mehr Gepäck ohne Probleme darin untergebracht werden kann.
  • Zudem hält es Wind und Schnee bemerkenswert gut stand.

Nachteile

  • Durch das hohe Aufgebot an Gestängebögen hat dieses Modell ein relativ hohes Gewicht, weswegen du es eher weniger gut auf Wanderungen mittragen kannst.
  • Aus demselben Grund gestaltet sich der Aufbau kompliziert und du solltest dafür mehr Zeit einplanen.

Das Biwakzelt

Das Biwakzelt ist eine Mischform aus Biwaksack und gewöhnlichem Zelt und hat im Laufe der Zeit den Spitznamen "Bivy" erhalten.

Ein Biwaksack wiederum ist eine Außenhülle für den Schlafsack, um den Schlafenden vor Wind und Nässe zu schützen. Im Fall eines Bivy geht dieser Sack oben in eine Zeltkuppel über, damit auch dein Kopf vor der Witterung sicher ist.

Bei diesem Einmannzelt findest du wirklich nur das allernötigste. Diese Tatsache sorgt sowohl für diverse Vor- als auch Nachteile.

Vorteile

  • Da überall an Material gespart wurde und nur wirklich wichtige Bestandteile enthalten sind, ist das Bivy extrem leicht. Beim Wandern fällt es somit kaum ins Gewicht. 
  • Dadurch ist das Packmaß ebenfalls sehr gering und der Aufbau geht nicht nur spielend leicht, sondern auch schnell vonstatten.
  • An Flexibilität ist es nicht zu überbieten, v. a. da es nicht befestigt werden muss.

Nachteile

  • Entscheidest du dich für ein Biwakzelt, musst du allerdings auch in einigen Bereichen Abstriche machen.
  • Durch die innovative Entwicklung und die verwendeten Materialien ist dieses Modell vergleichsweise teuer.
  • Der Platz ist so gering, dass nur die eigene Person hineinpasst - das Gepäck muss die Nacht im Freien verbringen.
  • Auch Komfort wirst du vergeblich suchen und bei starken Witterungsbedingungen bietet das Bivy eher unzureichenden Schutz.

Das Wurfzelt

Ein Wurfzelt macht in jeder Hinsicht wenig Arbeit und ist praktisch. Ein Faltmechanismus und spezielle Fieberglasstangen sorgen dafür, dass es sich aufklappt, wenn es in die Luft geworfen wird. Es steht innerhalb von Sekunden fertig an Ort und Stelle. Optisch erinnert es stark an ein Kuppelzelt und eignet sich für alle möglichen Gelegenheiten.

Vorteile

  • Normalerweise handelt es sich hier um ein freistehendes Einmannzelt, welches man auch mithilfe vormontierter Leinen im Boden befestigen kann.
  • Der Aufbau insgesamt passiert innerhalb von Sekunden - und zwar ohne einen Handgriff.
  • Vor Beschädigungen muss man sich ebenfalls weniger fürchten, da das enthaltene Gestänge flexibel und damit bruchsicher ist.

Nachteile

  • Einziges Manko ist das Packmaß.
  • Dadurch, dass es sich scheibenförmig zusammenlegt, ist es recht unhandlich und eignet sich damit weniger für Wanderungen, Radtouren etc.

Kaufkriterien

Wenn du schon weißt, welches Modell es werden soll, kannst du dich auf die Suche nach geeigneten Angeboten begeben. Damit ist die Suche allerdings nur bedingt leichter. Damit klar ist, worauf du vor dem Kauf achten solltest, listen wir hier noch einige wichtige Kaufkriterien. So steht deinem neuen Einmannzelt nichts mehr im Weg.

Verwendungszweck

Je nachdem, wofür du das Einmannzelt benötigst, musst du dich auf verschiedene Modelle konzentrieren. Bei langen Fußmärschen muss das Zelt leicht und handlich verpackt sein, bei längerem Einsatz stabil und komfortabel, bei extremen Witterungsbedingungen dicht, bei mehr Gepäck muss es mehr Platz bieten. Wichtig ist also, genau zu wissen, wohin man mit diesem Zelt will und was es aushalten muss. Eine Checkliste kann also nicht schaden.

Transport

Jetzt kommt es darauf an, wie du deinen Zielort erreichst. Falls du mit dem Auto zum Festival fährst, muss es nicht möglichst leicht sein, bei einer langen Wanderung hingegen schon. Bei einem vollgestopften Kofferraum sollte es allerdings kompakt verstaut sein. Auch hierüber sollte man sich also Gedanken machen.

Platz

So ein Einmannzelt ist ziemlich klein, das ist klar. Allerdings gibt es Modelle, die noch Platz für Gepäck oder einfach mehr Bewegungsfreiheit bieten. Du solltest dich also fragen, ob du viel Gepäck dabei hast und ob es ebenfalls im Zelt Platz finden soll. Auch bei unruhigen Schläfern ist es von Vorteil, mehr Platz zu haben.

Material

Manche Zelte kommen bei schwierigen Witterungsbedingungen zum Einsatz oder sollte man in unwegsamem Gelände aufstellen. Das Material spielt also eine große Rolle, ob du mit deinem Einmannzelt dauerhaft glücklich wirst.

Für das Außenzelt empfiehlt sich Nylon bzw. Polyamid. Es weist eine hohe Reiß- und Scheuerresistenz auf, ist leicht, aber weniger UV-abweisend. Auch Polyester ist hier eine Möglichkeit, allerdings dicker und aufgrund des Beschichtungszwangs weniger stabil als Nylon.

Innen sind ebenfalls Stoffe aus Nylon oder unbeschichtetem Polyester gern gesehen, da sie für einen stetigen Luftaustausch sorgen. Gerade in warmen Gebieten sollte auch ein Moskitonetz integriert sein.

Der Boden sollte im besten Fall aus Polyethylen gefertigt werden. Dieses Material ist zwar schwerer als Nylon, aber dafür deutlich stabiler und wasserdicht.

Bei den Zeltstangen kannst du dich je nach Vorliebe zwischen Aluminium und Fieberglas entscheiden. Letzteres ist günstiger, allerdings auch schwerer und weniger bruchsicher als ersteres.

Der gewünschte Preis

Wie immer spielt auch das Geld eine bedeutende Rolle. Aber es besteht kein Grund zur Sorge: für jeden Geldbeutel gibt es auch die passenden Angebote. Zudem gilt: wer das Zelt sehr oft verwendet, sollte in jedem Fall mehr Geld in die Hand nehmen, als jemand, der es nur einmal im Jahr für ein Festivalwochenende benötigt.